Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Garitz/Bornum haben den erstmals ausgelobten Pokal des Bürgermeisters der Stadt Zerbst im "Löschangriff nass" gewonnen. In der ausschließlich von Frauenmannschaften bestrittenen Gruppenstafette holte erneut Jütrichau den Pokal. Die Sieger wurden allesamt ihren Favoritenrollen gerecht. Spannend ging es dennoch zu.

Zerbst/Bias. "Das ist eine Zeit für den Landesausscheid." Hans Wink, Leiter der Arbeitsgruppe zu den Wettkämpfen am Sonn-abend in Bias, schnalzte mit der Zunge. Mit 23,12 Sekunden hatte Garitz/Bornum I den Sieg im Wettstreit um den erstmals vergebenen Pokal des Bürgermeisters der Stadt Zerbst errungen. Den überreichte Andreas Fischer in Vertretung von Amts-inhaber Helmut Behrendt mit anerkennenden Worten. Der Pokal soll das durchaus nicht einfache engere Zusammenrücken der Wehren in Zerbst und seinem Umland unter dem Dach der Stadtwehr befördern. Rund 900 Frauen und Männer engagieren sich in ihren Reihen, in über 30 Wehren.

Garitz/Bornum II komplettierte mit Platz 2 den Erfolg bei den Männern (24,39 Sekunden). Mühlsdorf (26,97), Straguth ((28,07) und Jütrichau (29,11) auf den Plätzen werden zusammen mit den Siegern beim Kreisausscheid am 14. August in Thalheim antreten. Insgesamt traten zwölf Mannschaften an.

Die Garitzer Spritznixen holten mit 30,44 Sekunden den Sieg im "Löschangriff nass" bei den Frauen und sind damit ebenfalls erste Bürgermeister-Pokalsiegerinnen.

Auf den Plätzen folgten Jütrichau (37,44), Nutha/Niederlepte (41,31) und Steutz (67,27). Alle vier Mannschaften sind für Thalheim qualifiziert.

Vater des Garitzer-Bornum Erfolgs ist Trainer Daniel Mielchen. Stolz "wie Bolle" überreichte Wolfgang Lerm vom Förderverein der hiesigen Feuerwehr eine Prämie an die Sieger.

Bei der Gruppenstafette der Damen drehten die Jütrichauerinnen den Spieß um. Mit 1:49,50 Minuten siegten sie vor Steutz (2:06,00), Bornum/Garitz (2:10,54) und Nutha/Niederlepte (2:04,09 Minuten und 20 Fehlerpunkte). Jütrichaus Wehrleiter Denis Barycza lobte seine Mädels: "Unter 1:50 Minute ist schon gut."

Kreisbrandmeister Matthias Winter sah starke Leistungen. "Damit könnt ihr euch im Kreis sehen lassen. Wir sehen uns in Thalheim."

Wettkampforganisator Wink dankte allen Teilnehmern, Helfern und den Schiedsrichtern. Der Förderverein der Zerbster Wehr hatte Erbseneintopf serviert. Am Start war eine Kernstadt-Wehr-Mannschaft nicht. "Das schaffen wir angesichts von rund 100 Einsätzen im Jahr und jeder Menge Ausbildung nicht", bedauerte Ortswehr- leiter Steffen Schneider. "Dann bleibt der Bürgermeister-Pokal eben im Umland, auch wenn wir jetzt alle Stadt Zerbst sind", hieß es freundschaftlich- stichelnd und herausfordernd am Rande der Siegerehrungen auf dem Biaser Sportplatz.

 

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