Magdeburg (pm/ad) l Im Moritzhof in Magdeburg läuft am heutigen Montag, 18.15 Uhr, der mehrfach ausgezeichnete Zeichentrick-Film Alois Nebel. Die deutsch-tschechische Geschichte spielt 1989. Alois Nebel arbeitet als Fahrdienstleiter an einem kleinen Bahnhof in Bílý Potok, einem abgelegenen Ort an der tschechoslowakischpolnischen Grenze, dem früheren Sudetenland. Er ist ein Einzelgänger, der das Sammeln alter Fahrpläne der Gesellschaft von Menschen vorzieht. Doch manchmal legt sich der Nebel über die Bahnstation, und dann sieht er Züge mit Geistern und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen, der sowjetischen Besatzung. Alois Nebel wird diese Alpträume nicht los und endet schließlich in einem Sanatorium. Dort lernt er "den Stummen" kennen, der bei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, verhaftet wurde. Niemand weiß, warum er nach Bílý Potok gekommen ist oder was er dort sucht, aber er ist es, der Alois Nebel dabei hilft, den Kampf gegen seine Dämonen aufzunehmen ...

Dieser lakonisch-schwermütige Film basiert auf der gleichnamigen Graphic-Novel-Trilogie von Kultautor Jaroslav Rudis und wurde mit dem aufwändigen "Rotoskopie"-Verfahren erstellt und ausgezeichnet mit dem europäischen Filmpreis. Der Film ist noch bis zum 29. Januar im Moritzhof zu sehen.