Magdeburg l 111800 Tonnen Haushaltsmüll haben die Magdeburger im Jahr 2012 produziert - das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes in Halle hervor. In keinem anderen Landkreis oder einer kreisfreien Stadt wanderte mehr Abfall in die Tonnen der Haushalte. Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen an Hausmüll von 486,1 Kilogramm lag die Stadt hinter dem Jerichower Land mit 663,5 und Dessau-Roßlau mit 504,8 Kilogramm pro Kopf an der dritten Stelle. Die Bewohner des Landkreises Wittenberg brachten es gerade einmal auf 350,4 Kilogramm, der Landesschnitt liegt bei 443,7 Kilogramm. Bei der Gesamtsumme handelt es sich um einen vorläufigen Wert, da noch keine Auswertung für den Elektroschrott vorliegt.

In der Landeshauptstadt wanderten in erster Linie Haus- und Sperrmüll in die Müllverbrennung: 265,0 Kilogramm listet das Statistische Landesamt für diesen Bereich in Magdeburg auf, in dem allerdings auch haushaltsmüll-ähnlicher Abfall aus Gewerbebetrieben enthalten sei.

105,9 Kilogramm Biomüll pro Magdeburger haben die Statistiker für das Jahr 2012 ermittelt - darin ist beispielsweise jener Müll enthalten, den die Magdeburger in die braune Biotonne vor ihrer Haustür kippen.

Unter der Rubrik Wertstoffe kommen die Magdeburger auf einen Pro-Kopf-Betrag von 113,7 Kilogramm, in dem zum Beispiel Verpackungen, Glas und Metall fallen. 1,5 Kilogramm haben die Statistiker in Halle für die Landeshauptstadt schließlich für den Bereich der Sonstigen Abfälle erfasst, zu dem beispielsweise die im Schadstoffmobil abgegebenen Chemikalien aus den Magdeburger Haushalten zählen.

Die Deponierung von unbehandeltem Hausmüll ist übrigens in Deutschland bereits seit dem 1. Juni 2005 verboten. Der Hausmüll wird in der Bundesrepublik, soweit er nicht vorher durch getrennte Sammlung zum Beispiel auf den Werthöfen der Verwertung zugeführt wurde, seitdem entweder in Müllverbrennungsanlagen unter Erzeugung von Strom oder Wärme verbrannt - so auch im Magdeburger Kraftwerk Rothensee - oder in mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen behandelt. In der Landeshauptstadt wird derzeit die Gewinnung von Gas aus dem Bioabfall diskutiert.