Magdeburg (rs) | Teile der Magdeburger Stadtverwaltung werden am Montag in einen Warnstreik treten. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi am Sonnabend an. Betroffen sind die Bürgerbüros Mitte, Ost, West , Süd und Nord. Sie bleiben bis Mittag geschlossen, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Mory der Volksstimme. Die Beschäftigten treffen sich ab 8 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Friedensplatz neben dem Bürgerbüro Mitte.

Anlass für den Warnstreik sind die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigen von Bund und Kommunen. Beim ersten Verhandlungstermin der Tarifrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen hatten die Arbeitgeber nach Angaben der Gewerkschaft noch kein Angebot vorgelegt. Stattdessen hieß es schon lange vor Verhandlungsbeginn, Verdi habe maßlose Forderungen gestellt,sagte Jürgen Mory.

Verdi fordert eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro monatlich sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Für den Nahverkehr soll es darüber hinaus eine Zulage von 70 Euro monatlich geben, in den Krankenhäusern sollen die Nachtzuschläge von 15 Prozent auf das Niveau der Nachtzuschläge im TVöD (20 Prozent) angehoben werden.

Gleichzeitig will Verdi mit den Arbeitgebern über einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen für alle Beschäftigten sowie über den Ausschluss von grundlos befristeten Arbeitsverträgen sprechen. Das Ergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten übertragen werden.