Magdeburg | Soll die Stadt Magdeburg Suchschachtungen und die teilweise Freilegung von Fundamenten der Ulrichskirche unterstützen? Diese Entscheidung ist am Donnerstag im Stadtrat vertagt worden. Ein entsprechender Antrag von CDU/BfM, Grünen und FDP wurde zu Beginn der Sitzung zurückgezogen. Wigbert Schwenke (CDU) erklärte: "Hintergrund des Antrages war ein Fördermittelantrag des Kuratoriums Ulrichskirche an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für das Jahr 2014. Anfang der Woche erhielt das Kuratorium von der Stiftung für 2014 einen abschlägigen Bescheid. Damit ist aus unserer Sicht dem Antrag die Grundlage entzogen." Das Anliegen solle aber zu einem späteren Zeitpunkt weiterverfolgt werden.

Das Kuratorium plante bisher Suchschachtungen auf 20 Quadratmetern am Standort der 1956 gesprengten Ulrichskirche. Die Grabungen sollen der erste Schritt in Richtung Freilegung und Konservierung der alten Kirchenfundamente sein. Damit will das Kuratorium "ein Fenster in die Stadtgeschichte" schaffen. Mit Fördermitteln wolle man die Auflagen erfüllen, die der Denkmalschutz selbst an das Projekt stelle, so das Kuratorium. Was den Wiederaufbau betrifft, lenkte das Kuratorium unter öffentlichem und politischem Druck ein: "Wir werden den Antrag überarbeiten und die entsprechende langfristige Zielvorstellung streichen", hatte der Vorsitzende Tobias Köppe in der Volksstimme erklärt.

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