Magdeburg l Die Magdeburger Verkehrsbetriebe wollen auch künftig Fahrscheinkontrollen in Bus und Bahn durch Polizeibeamte begleiten lassen. MVB-Marketingleiterin Cornelia Muhl-Hünicke sagte, dass die MVB für die vergangenen sechs Wochen ein positives Fazit dieser Maßnahme ziehen konnten. Seit Anfang Februar begleiten Beamte an ausgewählten Tagen die Kontrolleure der MVB. Diese neue Form der Kontrolle solle das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste erhöhen, vor allem in den Abendstunden. Muhl-Hünicke: "Kommt es zu Straftaten, schreiten die Beamten ein."

Mit den begleiteten Kontrollen lasse man ein bewährtes Projekt wieder aufleben, so Muhl-Hünicke. Jetzt sei eine Zwischenbilanz gezogen worden. In den meisten Fällen seien das "Erschleichen von Leistungen", landläufig als Schwarzfahren bekannt, oder vereinzelt Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt worden. Lob gab es auch von der Polizei. "Die Ergebnisse, die wir bisher erzielt haben, sind durchweg positiv und sehr erfreulich", erläutert Kriminalrat Markus Fricke, Leiter des Revierkriminaldienstes Magdeburg. Besonders die kriminalpräventive Wirkung durch die polizeiliche Präsenz sei positiv zu erwähnen.

Das Projekt ist zunächst für drei Monate angelegt. Die MVB stellen aber schon jetzt in Aussicht, auch darüber hinaus einzelne Fahrkartenkontrollen weiterhin in Zusammenarbeit mit den Polizeibeamten durchführen zu wollen. "Unser Ziel, das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu erhöhen, konnten wir erreichen. Viele positive Rückmeldungen der Fahrgäste bestärken uns darin, das Projekt zu verlängern", erklärte Sprecherin Muhl-Hünicke.

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