Magdeburg l Arsen im Spielplatzsand - die Schlagzeile sorgte im vergangenen Jahr für Aufregung. Bei Probebohrungen für den neuen Zoo-Parkplatz wurden erhöhte Konzentrationen des Giftstoffes festgestellt. Auch der Spielplatz der benachbarten Grundschule "Am Vogelgesang" wurde deshalb überprüft. Ergebnis: 145 Milligramm pro Kilogramm Sand, sechsfach höher als erlaubt. Als Konsequenz wurde der gesamte Sand ausgetauscht.

Im kürzlich veröffentlichten Bebauungsplan für das gesamte Areal ist jedoch von weiteren, teilweise schweren Bodenbelastungen im Umfeld die Rede. Die Volksstimme hakte deshalb bei der Stadtverwaltung nach, was sich seit dem Fund im vergangenen Jahr getan hat.

Laut Sprecher Michael Reif waren auf einem benachbarten Grundstück in der Tat extrem hohe Arsenwerte festgestellt worden - bis zu 1 Gramm pro Kilogramm, 40 Mal so viel wie auf Spielflächen zulässig, 8 Mal so viel wie auf Park- und Freizeitflächen. Die Werte wurden aber nicht an der Oberfläche, sondern in ein bis zwei Meter Tiefe festgestellt. Somit besteht keine Gefahr durch Direktkontakt und auch das Grundwasser würde nicht "nennenswert" belastet. Für die Schulkinder besteht auf jeden Fall keine Gefahr mehr, so Reif.

Die Schadstoffe sollen aus den Abbaulöchern ehemaliger Ziegeleien in dem Gebiet stammen.