www.ottonentheater.de; Tel. 0391/254 02 02.

Magdeburg (ri) l Einer der Höhepunkte des Edithafests ist auch in diesem Jahr die Uraufführung eines Theaterstücks durch das Ottonen-Theater gewesen. Autorin Uta Luise Zimmermann-Krause sagt: "Es ist wichtig, die Bedeutung der Königin Editha nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Und mit dem Fest sind wir da auf dem richtigen Weg."

Daher ist der Verein mit ehrenamtlichen Mitstreitern bestrebt, das neue Stück auch an anderen Veranstaltungsorten zu präsentieren. Unter dem Titel "Kiliansaltar und Martins Gans" schlagen die Leute vom Ottonen-Theater einen Bogen vom Mittelalter in die Reformationszeit. Das Stück des vergangenen Jahres unter dem Titel "Ottos Morgengabe für Editha" haben die Akteure bereits fürs diesjährige Kaiser-Otto-Fest angeboten, die Entscheidung über eine Aufführung steht jedoch noch aus.

Weitere Höhepunkte des Edithafestes waren eine kulturelle Annäherung im Dom, Vorträge von Museumsdirektorin Gabriele Köster zum Kaiser-Otto-Saal und von Stephan Freund zum Ottonen-Ort Wallhausen sowie ein Film über Fund und Beerdigung der Königin. In diesem Zusammenhang hatte Bürgermeister Rüdiger Koch darauf verwiesen, dass die Erinnerung an Editha in Magdeburg verwurzelt ist - als Beleg nannte er den Proteststurm, der sich beim Abtransport der königlichen Gebeine nach Halle erhoben hatte.

Die Organisatoren und Unterstützer sehen das Edithafest als einen Bestandteil der kulturellen Aktivitäten in Magdeburg rund um Otto den Großen. Ziel ist es, ein Angebot abseits des Mittelalterspektakels rund um das Kaiser-Otto-Fest zu etablieren. Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, wie ein solches Unterfangen unterstützt werden kann. Magdeburgs Wirtschaftsbeigeordneter Rainer Nitsche hatte bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass eine eigenständige Unterstützung für das Edithafest kaum denkbar sei. Vielmehr müsste eine Unterstützung in die bestehenden Aktivitäten zur weiteren Etablierung des Kaiser-Otto-Festes eingebettet werden. Unabhängig von diesem Ansatz soll noch in den kommenden Tagen ein Kuratorium gegründet werden, welches der Veranstaltung zu Ehren der Königin zu weiterem Aufschwung verhelfen soll.