Magdeburg l Gerüste über alle Etagen lassen kaum erkennen, dass sich dahinter eine Villa verbirgt. Drinnen bedeckt Baustaub die Böden der großzügigen offenen Räume, Blöcke gelber Dämmwolle stapeln sich, die hölzerne geschwungene Treppe ist abgesperrt. Zurzeit ist die Villa Hubbe und das Gelände an der Mittelstraße 13/14 auf dem Werder in Magdeburg eine Baustelle. Im November schon sollen in dem früher als Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung genutzten Gebäude elf Mietwohnungen bezugsfertig sein.

Richtfest am 6. Juni

"Das Gebäude ist in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand und muss komplett entkernt und saniert werden", sagt Olaf Blümel. Der Diplom-Ingenieur vertritt den Eigentümer - ein Magdeburger, der namentlich nicht genannt werden möchte. Seit acht Wochen sind die Bauarbeiter vor Ort, gliedern die mit Dachgeschoss vier offenen Villen-Etagen in Wohnräume. "Der Villen-Charakter mit großzügigen Wohnungen bleibt erhalten", sagt Blümel. Jeweils zwei bis drei Zimmer nehmen 76 bis 142 Quadratmeter ein. Acht der Wohnungen haben eine Terrasse oder einen Balkon. "Die Holztreppe im Eingangsbereich wird erhalten, hinzu kommt ein Aufzug", sagt der Immobilienverwalter. Der Dachstuhl der Villa aus dem Jahr 1871 musste vollständig erneuert werden. "Das Richtfest ist am 6. Juni", so Olaf Blümel. Die Sanierung der denkmalgeschützten Villa erfolge in Absprache mit Denkmalamt und Restaurator.

Auch vor der Villa ist Betrieb. "Die Zufahrt wird neu angelegt und es entstehen Kfz-Stellplätze", erzählt Blümel. "Wir erhalten den Park-Charakter." Die Rasenfläche könne von künftigen Mietern mitgenutzt werden.

Name bislang unklar

Schon Monate vor der geplanten Fertigstellung im November gibt es Interessenten, einige der Wohnungen sind bereits reserviert. Kostenpunkt: kalt zehn Euro je Quadratmeter.

Unklar ist bislang der künftige Name der Villa - damals benannt nach der Magdeburger Familie Hubbe. "Darüber müssen wir uns noch abstimmen", sagt Blümel.

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