Magdeburg l Sie scheinen dem Regenbogen entsprungen. Das Farbenspiel der Opale ist so vielfältig wie der edle Stein selbst. Niemals gibt es zwei gleiche; jeder ist ein Unikat.

In der Hand des Betrachters zeigt der Stein ein lebhaftes, schillerndes Farbenspiel, das von Grün und Rot über Blau und Gelb bis Violett reichen kann. Eine kleine Bewegung der Hand, schon ändern sich die Farben - kein Wunder, dass häufig von lebenden Steinen gesprochen wird und die Ureinwohner Australiens den Ursprung der Opale im Regenbogen gesehen haben.

Das ist ein Grund, warum der Opal der liebste Stein des Magdeburger Goldschmiedes Wolfgang Krietsch ist. Vor nunmehr zehn Jahren war er selbst einmal mit seiner Frau in einer Mine im australischen Outback, um nach Opalen zu schürfen. Die Liebe zum Opal übertrug sich schnell auch auf Tochter Jana Krietsch, ebenfalls Goldschmiedin. Sie fertigte 2001 sogar ihr Gesellenstück mit diesem - einem Boulder-Opal eingearbeitet in ein Collier. So ist es gewiss nicht übertrieben, den Opal als auserkorenen Familienstein der Magdeburger zu bezeichnen.

Die Faszination geht inzwischen weit über das bloße Schönfinden hinaus. Eine Sammlung von über 100 Steinen in diversen Farben und Formen kann Familie Krietsch inzwischen ihr Eigen nennen. Seit ein paar Tagen sind diese in einer Ausstellung in der Goldschmiede von Jana Krietsch in der Grünen Zitadelle zu sehen.

Ausgestellt sind sowohl Rohstücke als auch be- und verarbeitete Opale. Darunter neben mexikanischen und Boulder-Opalen auch die derzeit wohl beliebtesten, die Schwarzen Opale. "Sie können schnell mal den Wert eines Diamanten übersteigen", erklärt Jana Krietsch. Was an dem kleinen Abbaugebiet liege.

Zur Ausstellungseröffnung in der vergangenen Woche sei sogar das größte Fundstück des australischen Kontinents in der Elbestadt gewesen. Der australische Opal-Händler und Freund der Familie Christoph Kalthaus hatte ihn mitgebracht, doch aufgrund seines Wertes wieder mitgenommen.

Wer sich für die faszinierende Welt der Opale interessiert, kann täglich zu den Geschäftszeiten die Ausstellung in der Goldschmiede, Breiter Weg 10, besuchen.