Magdeburg l Fünf Tage jeweils unter einem anderen Motto organisierte die Einrichtung in Trägerschaft des Internationalen Bundes, um das 40-jährige Bestehen des Hauses gebührend zu feiern. Ein Blitzschlag löste einst die Gründung der Kita aus: Auf dem Gelände eines Chemiehandels kam es 1971 zu einem Brand, dem alte Holzbauten zum Opfer fielen. Ein Verwaltungsgebäude ist dann neu gebaut worden. "Der Platz hier war leer. Da viele Arbeitskräfte benötigt wurden, kam es zur Idee, eine Kindereinrichtung für Betriebsangehörige auf dem Gelände zu integrieren", so Kita-Leiterin Evelyn Rosenberger beim Durchblättern alter Unterlagen.

Am Bau beteiligten sich neben dem Chemiehandel auch die GAG Technik, die Zuckerfabrik und der Starkstromanlagenbau. Am 5. April 1974 erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe unter anderem mit Mitarbeitern der Abteilung "Volksbildung" des Rates der Stadt. Kinder der Einrichtung an der Helmstedter Straße präsentierten ein Programm, Erzieherinnen pflanzten Bäume.

Damals auch mit dabei war Monika Wedekind. "Ich bin das alte Denkmal der Kita", so die Erzieherin. In diesen Tagen gab es ein Wiedersehen mit ehemaligen Mitarbeitern. Auch die Leiterin der ersten Stunde, Edith Kny, konnte begrüßt werden. "Mittlerweile betreuen wir die Kinder von den Kindern der Kinder, die uns vor 40 Jahren besucht haben", so Monika Wedekind schmunzelnd.

Die Arbeit sei heute flexibler und freier geworden, so Evelyn Rosenberger: "Früher hat man sich mit Basteln selbst beholfen, Dinge anzufertigen, die es nicht zu kaufen gab. Heute gibt es zwar vieles zu kaufen, doch wenn man es selbst herstellt, wird es meist viel schöner und es fördert die eigenen Fähigkeiten." Seit 1993 ist sie im Haus tätig. Im August 2005 übernahm der Internationale Bund die Kita, die derzeit von 75 Jungen und Mädchen besucht wird. Sieben staatlich anerkannte Erzieher sind an der Braunlager Straße tätig.

Während der Festwoche ging es für das gesamte Haus zum Bierer Berg, Zauberer Alfino sorgte an einem weiteren Tag für Begeisterung unter den Kindern, ehe das Jubiläumsfest am Donnerstag mit vielen ehemaligen Jungen und Mädchen und Unterstützern der Kita eröffnet wurde. Für die angehenden Einschüler war das Abschlussfest mit Übernachtung in der Einrichtung ein Höhepunkt der Woche.

Übrigens: Jene Handpuppen, die einst von Edith Kny für das Kaspertheater der Kita angefertigt worden sind, kommen heute immer noch zum Einsatz.

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