Wege an diesen 27 Stellen stehen auf der Liste

1. St.-Michael-Straße, Gehweg, 145 000 Euro
2. Hermann-Hesse-Straße, Gehweg, 115 000 Euro
3. Poststraße, Gehweg, 30 000 Euro
4. Arndtstraße (Lessingplatz bis Liebknechtstraße), Gehweg, 180 000 Euro
5. Annastraße (Alexander-Puschkin-Straße bis Große Diesdorfer Straße), Gehweg, 111 000 Euro
6. Friesenstraße (Goethestraße bis Olvenstedter Straße), Gehweg, 150 000 Euro
7. Kleine Münzstraße, Gehweg, 80 000 Euro
8. Liebermannstraße (Schadowstraße bis Große Diesdorfer Straße), Gehweg, 75 000 Euro
9. Thomas-Mann-Straße (In den Gehren bis Witzlebenstraße), Gehweg, 50 000 Euro
10. Cracauer Straße (südlicher Gehweg von Alwin-Brandes-Straße bis Friedrich-Ebert-Straße sowie nördlicher Geh- und Radweg von Friedrich-Ebert-Straße bis Zuckerbusch), 320 000 Euro
11. Karl-Schurz-Straße beidseitig, Gehweg, 75 000 Euro
12. Weitlingstraße (südlicher Gehweg, Verbindung zur Blauebeilstraße), Gehweg, 20 000 Euro
13. Klopstockstraße (Westernplan bis Martin-Andersen-Nexö-Straße), Gehweg, 60 000 Euro
14. Mittelstraße (östlicher Gehweg Badestraße bis Kahnstraße), Gehweg, 45 000 Euro
15. Breitscheidstraße (An den Rennwiesen bis Stadtgrenze, Radweg Biederitzer Busch), Geh- und Radweg, 250 000 Euro
16. Brenneckestraße (nördliche Seite, Blankenburger Straße bis Halberstädter Chaussee), Geh- und Radweg, 110 000 Euro
17. Kahnstraße, Gehweg, 25 000 Euro
18. Klinkeradweg (Brenneckestraße bis Fermersleber Weg), Geh- und Radweg, 65 000 Euro
19. Fermersleber Weg (südliche Seite , Magdeburger Ring bis Semmelweisstraße), Geh- und Radweg, 85.000 Euro
20. Kirschweg (nördliche Seite, Lilienweg bis Harzburger Straße), Geh- und Radweg, 140 000 Euro
21. Rogätzer Straße (beidseitig, Bötticherplatz bis Wittenberger Platz), Geh- und Radweg, 550 000 Euro
22. Wanzleber Chaussee (südliche Seite, Halberstädter Chaussee bis Königstraße), Geh- und Radweg, 110.000 Euro
23. Martin-Andersen-Nexö-Straße (Albert-Vater-Straße bis Freiherr-vom-Stein-Straße), Gehweg, 60.000 Euro
24. Freiherr-vom-Stein-Straße, Gehweg, 560 000 Euro
25. Stolzestraße, Gehweg, 150 000 Euro
26. Gellertstraße, Gehweg, 170.000 Euro
27. Motzstraße, westlicher Gehweg, 60.000 Euro(ri)

Quelle: Stadtverwaltung Magdeburg

Magdeburg l Die Stadtverwaltung hat eine lange Liste aufgestellt. Wege sind hier verzeichnet, in die in den kommenden Jahren investiert werden soll. Eine solche Liste hatte im vergangenen Jahr noch der alte Stadtrat auf Initiative der Grünenfraktion verlangt. Die Intention: Angesichts auch künftig knapper Mittel müssten diese genau dort eingesetzt werden, wo sie am meisten bringen und am dringendsten benötigt werden.

Hintergrund: schöner laufen und schöner Rad fahren in der Stadt. Diese beiden Möglichkeiten für die Menschen, am Straßenverkehr teilzunehmen, sollen gefördert werden. Seit Jahren und aus den unterschiedlichsten Gründen. So fordert der fünf Jahre alte Lärmaktionsplan längst einen Ausbau von Fuß- und Radwegen. Doch beim Blick auf den Zustand einer Reihe der Wege für Fußgänger und Radfahrer möchte das der geneigte Betrachter kaum glauben - selbst wenn im Zuge von Sanierungen und Straßenneubauten vielerorts die begleitenden Wege hergerichtet wurden.

Und wie weiter mit der Übersicht? Durchaus handelt es sich bei der Liste um eine Sortierung mit Rang- und Reihenfolge. Doch ohne Zweifel ist sie erst einmal nicht viel mehr als ein Entwurf, ein Vorschlag. Selbst wenn es in der Vorlage heißt: "Aus Sicht der Verwaltung besteht bei den aufgeführten Straßenzügen Handlungsbedarf."

Grund: Am 28. August werden die Mitglieder des Bauausschusses mit scharfem Blick und spitzer Feder sich den Vorschlag noch einmal vornehmen. Und am 4. September soll sich dann der Stadtrat mit der Reihenfolge befassen. Selbst wenn der Rat gerade frisch gewählt ist und sich gerade keiner der Amtsträger in seinem Wahlkreis profilieren muss: Der Versuch, das Beste für die Nachbarschaft herauszuholen, wäre wohl verständlich.

Angesichts der nach wie vor klammen Stadtkasse sind ohnehin große Sprünge nicht zu erwarten. Daher, so das Papier aus dem Tiefbauamt, sei die Priorisierung notwendig. Keineswegs könne diese aber eines verhindern: Dass sich die Reparaturen bei dem einen oder anderen Weg nämlich so lange aufstauen, dass nur noch eine sogenannte grundhafte Sanierung hilft, um die Verkehrssicherheit wieder herstellen zu können.

Insgesamt ist die Landeshauptstadt für rund 969 Kilometer öffentlicher Straßen zuständig. Zu diesen gehören an vielen Stellen auch Geh- und Radwege.

Übrigens: Für Ampelanlagen und Brücken und weitere Verkehrsanlagen priorisiert die Verwaltung angesichts der gleichen Gründe wie bei Fuß- und Radwegen ihre Investitionsvorhaben ebenfalls.