Magdeburg (ha) l "Magdeburg ist eine Stadt für den 2. Blick. Wenn man sich auf die Stadt einlässt und sich auskennt, ist das Leben hier großartig. Die richtige Mischung macht´s", finden Janine und Mathias Bertram. "Magdeburg hat die perfekte Größe für uns, weil hier das Verhältnis von Anonymität und Bekanntheit einfach stimmt", betont der Industriedesigner.

Dabei wollte das junge Paar eigentlich gar nicht dauerhaft in Magdeburg bleiben. "Ursprünglich war der Plan nach München zu gehen, weil dort die Chancen für Designer so gut sind. Mathias hatte dort während des Studiums zwei Jahre gelebt, bevor er seinen Abschluss in Magdeburg gemacht hat", denkt Janine Bertram zurück.

Der junge Mann wollte noch auf den Abschluss seiner Frau warten, die in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts BWL studierte. Doch das Schicksal wollte es anders. In der letzten Phase seines Studiums machte sich Mathias Bertram mit einem Kommilitonen selbstständig. Sie gründeten am Hasselbachplatz ein Büro für Industriedesign, das sehr gut lief.

Als Janine Bertram dann den Abschluss in der Tasche hatte, nahm sie an einem zweijährigen Trainee-Programm in einem großen Düsseldorfer Unternehmen teil, für das sie auch in Leipzig tätig war: "Wir hatten zwei Jahre lang nur eine Wochenendbeziehung und pendelten zwischen Düsseldorf, Leipzig und Magdeburg hin und her. Ich wollte eigentlich wieder nach Magdeburg zurück, fand hier aber keine Anstellung. Über eine Freundin kam dann der Kontakt zu EMB zustande."

Eine glückliche Fügung. Seit 2007 arbeitet die zweifache Mutter nun schon bei der Firma Elektromotoren und Gerätebau in Barleben. Arbeit und Familie lassen sich in Magdeburg hervorragend unter einen Hut bringen, findet sie. "Es gibt hier bessere Möglichkeiten der Kinderbetreuung als in München und Düsseldorf. Wir sind mit den Kindern oft in einem der vielen Parks in Magdeburg. Ein Leben, wie wir es jetzt hier führen, wäre in den anderen Städten so nicht möglich gewesen", ist sich Mathias Bertram sicher. Nur die Kita-Öffnungszeiten könnten sich in seinen Augen etwas mehr an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren.

In ihrer Freizeit genießen die Bertrams die "kulturellen Inseln" der Stadt, wie den Moritzhof oder das Puppentheater. Die Familie ist hier verwurzelt. "Unser Sohn Leonard ist in Magdeburg im selben Krankenhaus wie ich geboren. Bei der Ausstellung der Geburtsurkunde sagte die Dame vom Standesamt dann plötzlich zu mir: `Ihre Geburtsurkunde habe ich ja auch ausgestellt`. Das war schon ein witziger Zufall", schmunzelt Mathias Bertram. Es ist eben die richtige Mischung, die Magdeburg so attraktiv macht.

Am Montag: Stephanie Pethke.

Alle Porträts auch unter www.stadtmarketing-magdeburg.de.