In Lemsdorf kündigt sich ein Wohnprojekt an. An der Blankenburger Straße soll eine Anlage entstehen, die ein barrierefreies Wohnen mit Service vorsieht. Eine Bauruine erhält damit eine Zukunft.

Lemsdorf l In Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Magdeburg ist die Wohnanlage konzipiert worden. Elf Wohneinheiten und ein Gemeinschaftsraum sollen in zwei Gebäuden auf einer Fläche an der Blankenburger Straße entstehen. Dazu soll ein bereits bestehendes, leerstehendes Haus entkernt und saniert werden. Projektplaner Eckhard Struß vom Unternehmen "Nobis Hof" bezeichnet das Vorhaben als weit fortgeschritten. Die ersten Verkäufe seien getätigt, die Baugenehmigung für das dreigeschossige Energieeffizienzhaus liege vor. "Wir gehen davon aus, dass die Wohnanlage im Sommer 2015 steht", so Struß. Sei über die Hälfte der Wohnungen vergeben, werde mit dem Bau begonnen. Struß: "Die Nachfrage ist sehr gut." Für den Standort Lemsdorf würden die Verkehrsanbindungen den Öffentlichen Nahverkehr sowie Versorgungsmöglichkeiten mit Nahversorger, Ärzten und Apotheke sprechen. Das Konzept sieht vor, dass der ASB Serviceleistungen wie Handwerkerservice, häusliche Pflege und Betreuung übernehmen wird.

Am Mittwoch ist das Vorhaben bei einem Treffen der Arbeitsgruppe für Gemeinwesen (GWA) im Stadtteil öffentlich vorgestellt worden. "Es ist gut, dass diese Ruine eine Zukunft hat", so GWA-Sprecher Denny Hitzeroth. Über Jahre habe das Gebäude leer gestanden und "keinen schönen Anblick" geboten.