Eigentlich sollte die Fahrt von Bus und Bahn am vorigen Sonnabend nach Sonntagsfahrplan die Ausnahme bleiben. Doch gestern haben die Magdeburger Verkehrsbetriebe angekündigt, auch am 27. September im ausgedünnten Sonn- und Feiertagsplan zu fahren.

Magdeburg l Der hohe Krankenstand beeinträchtigt auch diesen Sonnabend, 27. September, Bus und Bahn in Magdeburg. Wie die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) gestern mitgeteilt haben, fährt eine Reihe von Linien wie in der Vorwoche an diesem Tag nur nach Sonn- und Feiertagsfahrplan. Im Vergleich zum vorangegangenen Sonnabend gibt es immerhin einige Verbesserungen im Busbereich - siehe Infokasten.

Im Einzelnen bedeuten die Einschränkungen Folgendes: Der Nachtverkehr der Linien 91 bis 96 endet morgen gegen 9 Uhr - dann gibt es den letzten Anschluss am Damaschkeplatz.

Daran schließen sich die Tageslinien an. Die Straßenbahnlinien mit Ausnahme der Linie 8 verkehren von 9 bis 21 Uhr durchgehend im 20-Minuten-Takt. Die Buslinien fahren ebenfalls entsprechend dem für sie geltenden Sonn- und Feiertagsfahrplan und starten deshalb zum Teil später, als das sonst am Sonnabend der Fall ist.

Die kostenfreie Servicehotline der MVB ist am Sonnabend von 9 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 0800/548-1245 für Fragen zum Fahrplan freigeschaltet. An allen Haltestellen hängt der Sonn- und Feiertagsfahrplan für Bus und Bahn aus oder kann online unter www.mvbnet.de abgefragt werden. Dort finden Fahrgäste Fahrplantabellen der zusätzlichen Buslinien-Fahrten. Auch die Fahrplanauskunft informiert unter www.insa.de. Die elektronischen Anzeigen an den Haltestellen können aber nicht mit den Daten versorgt werden.

Rückkehrer und neue Krankheitsfälle

Der Grund für den Ausfall ist derselbe wie eine Woche zuvor: Der Krankenstand bei der MVB ist unverändert hoch. Es hätten sich zwar Mitarbeiter in dieser Woche zum Dienst zurückgemeldet, so das Verkehrsunternehmen. Gleichzeitig hätten sich aber auch wieder zahlreiche Fahrer wegen Krankheit abgemeldet, so dass auch an diesem Wochenende noch nicht von einer Entspannung der Situation gesprochen werden kann. Es würden auch weiterhin, soweit möglich, Studenten und Aushilfsfahrer aus anderen Fachbereichen der MVB eingesetzt, um die Fahrten weitestgehend abzudecken.

In der vergangenen Woche hatte MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel ihre Hoffnung geäußert, dass der Krankenstand, der derzeit das Doppelte des Üblichen beträgt, bald wieder sinkt. Offensichtlich hat sich diese Hoffnung zumindest für diese Woche zerschlagen.