Magdeburg l In diesen Tagen legt die Verwaltung das Konzept vor, wie in der einstigen Kunst- und Gewerbeschule in der Brandenburger Straße 9/10 in der Magdeburger Altstadt die Kultur- und Kreativwirtschaft in möglichst naher Zukunft eine Bleibe finden soll. Auch die bislang von der Hochschule genutzten Räume sollen dafür zur Verfügung stehen. Die Bewirtschaftung des Gebäudekomplexes soll die Gesellschaft für Wirtschaftsservice Magdeburg (GWM) übernehmen, bei der bereits jetzt mit Heike Worel die Ansprechpartnerin für die Branche angesiedelt ist und die bereits das Gewerbezentrum der alten Ölmühle an der Berliner Chaussee betreibt. Fester Bestandteil im Kreativzentrum soll das Forum Gestaltung bleiben, das mit kulturellen und politischen Veranstaltungen seit dem 1200-Jahr-Jubiläum Magdeburgs dem Anspruch von Kunst und Gewerbe in der Brandenburger Straße auf der Spur ist.

Während des Kreativsalons hat Oberbürgermeister Lutz Trümper unmissverständlich klar gemacht: "Wer hier Räume nutzen möchte, der muss auch eine entsprechende Miete zahlen." Damit wies der Oberbürgermeister Initiativen zurück, die hier ohne Nebenkosten ihre Kreativität verwirklichen möchten. Lutz Trümper: "Wenn es um die Anschubfinanzierung von Unternehmensneugründungen geht, dann gibt es im Rahmen der Wirtschaftsförderung andere Möglichkeiten zur Unterstützung." Keinesfalls soll über die Brandenburger Straße 9/10 ein neues Subventionsmodell etabliert werden.

Norbert Pohlmann, Geschäftsführer des Forums Gestaltung, macht derweil die Bedeutung von Räumen deutlich: Erst durch die Existenz von Ausstellungsflächen in der Brandenbuger Straße sei es dem Verein gelungen, in den vergangenen Jahren zum Beispiel mehr als 60 Ausstellungen zu organisieren und dafür Sponsorengelder in erheblichem Umfang einzuwerben.