Magdeburg l In den vergangenen Wochen bereiten Ängste um Krieg und schlechte Beziehungen zu Russland als Handelspartner und Rohstofflieferant vielen Unternehmen Kopfzerbrechen, und gerade aus den Bereichen der Exportwirtschaft gab es bereits Nachrichten zu Auftragseinbrüchen und Umsatzrückgängen.

Doch das Handwerk in Magdeburg wie in den benachbarten Landkreisen lässt sich die gute Stimmung nicht vermiesen - diesen Schluss jedenfalls lassen die von der Handwerkskammer zu ihrer Konjunkturumfrage vorgelegten Zahlen zu: Mit einem Anteil von 40 Prozent an Unternehmen, die die Geschäftslage als gut einschätzen, liegt die Landeshauptstadt zwar hinter den benachbarten Landkreisen. Zusammengenommen mit denen, die die Lage als befriedigend beurteilen, befindet sich das Handwerk in der Landeshauptstadt nach wie vor in einer Art Höhenflug.

Zum Vergleich: Im zweiten Halbjahr 2008 hatten im gesamten Kammerbezirk noch 26, im zweiten Halbjahr 2008 22 Prozent der Handwerker die Lage als schlecht bezeichnet. Damals steckte die Weltwirtschaft jedoch bis zu den Schultern in der Krise.

Was die Einschätzung der Lage in den Grenzen der Landeshauptstadt angeht - vor einem Jahr war aus 51 Prozent der Handwerksbetriebe noch eine gute und aus 36 eine befriedigende Geschäftslage gemeldet worden. Mit 13 Prozent hatten seinerzeit deutlich mehr der Antwortenden eine schlechte Lage zu Protokoll gegeben.

Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung liegt mit 85 Prozent im Salzlandkreis am höchsten. Insgesamt liegen die Kreise nicht weit auseinander. Die geringste Auslastung von immer noch 79 Prozent geben die Unternehmen im Landkreis Stendal an. In einer Reihe von Landkreisen hat es in den vergangenen Monaten mehr Neueinstellungen gegeben, als dass Mitarbeiter aus den Unternehmen ausschieden - diese positive Bilanz gilt allerdings nicht für Magdeburg.

Im Vergleich zum 30. September 2013 ist die Zahl der in der Handwerksrolle für das Stadtgebiet Magdeburg eingetragenen Unternehmen leicht gesunken - und zwar um 0,7 Prozent auf 2372 Betriebe.

Was die Erwartungen für die kommenden Monate angeht, so das Ergebnis der aktuellen Befragung seitens der Handwerkskammer, konnte zumindest bislang von keiner schlechten Stimmung die Rede sein: Zwar steigt der Anteil derer, die die Lage als befriedigend einschätzen zulasten derer, die weiterhin von einer guten Geschäftslage ausgehen.

Doch die Zahl der Unternehmen zwischen Altmark und Harz, die mit einer schlechten Geschäftslage rechnen, steigt kammerbezirksweit nur um ein auf neun Prozent.

Die kompletten Umfrageergebnisse gibt es bei der Handwerkskammer Magdeburg, auch unter www.hwk-magdeburg.de im Internet.