Magdeburg (mhd/ka) I Sie standen am Sonnabend als Erste in Salzwedel auf der Bühne und verließen auch als Erstplatzierte das Kulturhaus - die Band Konvoy gewann in diesem Jahr die Gesamtwertung des "local heroes"-Wettbewerbs. Damit geht der Titel der besten Nachwuchsband zum zweiten Mal hintereinander nach Baden-Württemberg.

Die Magdeburger Vertretung Berlin Syndrome, bestehend aus Sänger Graeme Salt, den Gitarristen Robert Meinel und Marcel Behrens, Bassist Mathias Wagner und Schlagzeuger Marvin Jiménez, lieferte an dem Abend eine mehr als beachtliche Leistung ab. "Da haben wir mal wieder eine richtig gute Band im Rennen", schätzte "local heroes"-Chef Dieter Herker nach dem Auftritt der Magdeburger ein. Und er sollte mit seiner Prognose recht behalten. Dritter Platz beim Publikumsvoting, Rang zwei bei der Jury und für Graeme Salt gab es als i-Tüpfelchen den Titel als bester Sänger des Abends. Der Erfolg der Band kann sich sehen lassen. Dabei hatten die Magdeburger nicht mal an einem der Vorausscheide teilgenommen. Wie Graeme Salt verriet, habe local heroes bei ihnen angerufen und ihnen eine Wild Card angeboten. Zuvor hatten die Musiker bereits den SWM-Talent-Verstärker-Bandcontest gewonnen. Und nun ein 3. Platz bei "local heroes". Bravo!

Insgesamt spielten 14 Bands an diesem Abend. Manche brachten ganze Reisebusse mit nach Salzwedel. Phaenotypen aus Niedersachsen traten die Tour in die Altmark beispielsweise mit zwei Bussen an. Dementsprechend laut wurde es, als die Gruppe auf die Bühne kam. Und bei der Publikumswertung profitierten Phaenotypen ebenfalls von ihrem großen Anhang. Denn sie konnten sich den Zuschauerpreis sichern.

Aber auch die Musikexperten waren von vielen Künstlern begeistert. "Es gibt tatsächlich, mehr als sonst, Nachwuchskünstler in dieser Runde. Es waren wirklich ganz spannende Geschichten dabei", erklärt der erfahrene Bandtrainer Wolfgang Schwericke. Deshalb erhalten einige Gruppen von ihm auch nach dem Wettbewerb Unterstützung. "Da bleiben wir am Ball und schauen, was wir aus diesem Potenzial formen können, was am Ende auch echten Wiedererkennungswert hat", erläutert Schwericke.

Die Jury, die mit ihrer Entscheidung zu 60 Prozent den Gesamtsieger bestimmte, zeigte sich vom Niveau der Musiker beeindruckt. "Ich wurde gleich mit der ersten Band komplett überrascht", sagt Emil-Bulls-Manager Niko Tsagarakis, der erstmals bei einem "local heroes"-Bundesfinale war. "Die Bands hier sind tatsächlich sehr sehr weit", meint der Fachmann.