Magdeburg l Nach Angaben des Stromversorgers habe die Preissenkung zwei Ursachen. Zum einen gebe das Unternehmen die Senkung der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an die Kunden weiter. Diese Reduzierung betrage 0,07 Cent je Kilowattstunde. Obendrauf packe das Unternehmen noch den Effekt der sinkenden Preise an der Strombörse.

"Wie auch in den Vorjahren, in denen wir die drastischen Steigerungen von staatlichen Umlagen und Steuern mit unserem Beschaffungsvorteil abgefedert haben, werden wir auch bei der jetzigen Senkung den Vorteil, den wir aus den sinkenden Preisen an der Strombörse generieren konnten, an unsere Kunden weitergeben", begründet Helmut Herdt, Sprecher der SWM-Geschäftsführung, die Maßnahme.

Die Städtischen Werke sind Marktführer bei der Stromversorgung in Magdeburg und zählen rund 150000 Kunden. Die Ersparnis liegt im SWM-Grundtarif mit 2000 Kilowattstunden Verbrauch bei 5,10 Euro. Bei einem Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 2500 Kilowattstunden beträgt die Ersparnis etwa 9 Euro im Tarif SWM Spar. Bei einem doppelt so hohen Verbrauch von 5000 Kilowattstunden - etwa bei einem Einfamilienhaus - verdoppelt sich auch der Einspareffekt.

In den nächsten Tagen sollen alle Kunden über die Preissenkung und ihre Auswirkung informiert werden. "Wir teilen in den kommenden Tagen unseren Kunden in einem persönlichen Brief mit, wie sich die Preissenkung in ihrem Tarif mit dem eigenen Verbrauch auswirkt", kündigte Cornelia Kolberg weiter an.

Dabei solle auch verdeutlicht werden, dass inzwischen mehr als zwei Drittel des Preises auf staatliche Abgaben, Umlagen und Steuern sowie Netzentgelte zurückzuführen seien.

Die Preissenkung ist allerdings nicht die erste, wohl aber seit langer Zeit wieder eine Reduzierung. Im Dezember 2009 hatte es im Tarif Spar letztmals eine Preissenkung gegeben. Seitdem reihten sich 2011, 2013 und 2014 Strompreiserhöhungen aneinander. Die Erhöhungen seien aber umlagebedingt gewesen und teilweise durch Weitergabe von Einkaufsvorteilen kompensiert worden, sagte Sprecherin Kolberg.