Magdeburg l "Wir bemühen uns seit Jahren um die Sanierung der beiden Slawenhäuser", erläutert Bernd Dommning, stellvertretender Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins. Eins der Häuser erhielt eine komplette Neueindeckung des Dachs und das andere bekam zumindest eine Notreparatur. Die Finanzierung wurde durch das Stadtplanungsamt sichergestellt. Für die Eindeckung beider Häuser habe das Geld leider nicht ausgereicht. "Wir bedanken uns für die erst mal augenscheinlich gute Arbeit" sagte Dommning mit einem Zwinkern in Richtung der mecklenburgischen Dachdecker. Lachend fügt Peter Rücker, Vorsitzender vom Kultur- und Heimatverein, hinzu: "Mehr können wir als Laien auch nicht sagen."

In nur acht Tagen haben die beiden Dachdeckerprofis aus dem Norden die erforderlichen Reparaturen durchgeführt. "Es geht vor allem darum, dass die Häuser diesmal über viele Jahre bestehen. Die Haltbarkeit hat immer etwas mit dem Dachgefälle zu tun", erklärte Ingo Foth. Deshalb wurden die Stufen des Daches flacher gestaltet, um damit einen schrägeren Winkel zu schaffen. Gemeinsam mit Marcus Hagemann wurden die Häuser somit bestmöglich auf Vordermann gebracht.

Die gesamte Anlage, welche zum Kulturlandschaftspfad Elbaue gehört, wurde vor circa 20 Jahren nach mittelalterlichem Vorbild nachgebaut. Anhand des Burgwalls, der heute noch zu besichtigen ist, konnten die Hütten, eine kleine Brücke und eine Umfriedung rekonstruiert werden. Passend dazu können sich Besucher die Ausstellung "Die slawische Besiedlung des ostelbischen Raumes" im Bürgersaal auf dem Gemeindehof ansehen. Die Slawen lebten vom 8. bis zum 12. Jahrhundert in Pechau. Sie beschäftigten sich unter anderem mit dem Ackerbau, der Viehzucht und waren auch sehr geschickte Handwerker. Wer sich also fragt, wer die Slawen denn eigentlich waren, der ist hier im Slawendorf in Pechau genau an der richtigen Adresse.

Im nächsten Jahr sollen dann übrigens die Steinzeithäuser in Randau dran sein, erzählen Dommning und Rücker zum Abschluss.