Magdeburg l In diesem Jahr hat sich in Magdeburg ein Förderverein formiert, der sich für das künftige Dommuseum engagiert. Eine wichtige Aufgabe des Vereins ist das Sammeln von Spenden, um beispielsweise die Restaurierung von Funden für die Ausstellung zu finanzieren.

Um Spenden zu sammeln, hat der Verein jetzt einen Kalender unter dem Titel "Der Magdeburger Dom" für das Jahr 2015 herausgegeben. Thomas Nawrath ist Vorsitzender des Fördervereins und sagt: "Die Bilder stammen von Jürgen Banse. Sie geben Einblicke in den Dom, die immer wieder überraschen." Neben dem Dom als Ganzes aus unterschiedlichen Perspektiven sind auch Details auf ungewohnte Weise abgebildet.

Der Druck des Kalenders ist finanziert, so dass die Spenden tatsächlich komplett dem Vereinszweck zugutekommen, so der Vereinsvorsitzende. Die Kalender liegen an der Information im Dom aus. Thomas Nawrath: "Ich denke, dass pro Kalender mindestens zehn Euro - gern natürlich mehr - gespendet werden sollten." Erschienen ist der Domkalender für das kommende Jahr in einer Auflage von 250 Exemplaren.

Das Dommuseum Magdeburg soll seinen Sitz in einem seit Jahren leer stehenden denkmalgeschützten Gebäude am Domplatz erhalten. In den vergangenen Jahrzehnten hatten zunächst die Reichsbank, später die Staatsbank ihre Räume. Verkauft hat es zum Schluss die Deutsche Bundesbank an die Stadt. Diese wiederum ist eingesprungen bei der Einrichtung eines Dommuseums, nachdem sich das Land Sachsen-Anhalt entgegen der ursprünglichen Zusagen gegen die Einrichtung eines Landesmuseums in der Landeshauptstadt ausgesprochen hatte.

Derzeit sehen die Pläne einen Verkauf des Hauses an die kommunale Wohnungsbaugesellschaft vor. Diese soll hier selbst mit der Unternehmensverwaltung einziehen und dem Dommuseum unter dem organisatorischen Dach des Kulturhistorischen Museums Magdeburg das Erdgeschoss und eine Kelleretage zur Verfügung stellen.