Magdeburg l Sie ist ein gefährliches Nadelöhr für Lkw, die Höhenbegrenzung vor der Eisenbahnbrücke zwischen Albert-Vater-Straße und Walther-Rathenau-Straße. Allein in diesem Jahr sind dort fünf Lkw stecken geblieben und haben dabei entweder ihre Ladung verloren oder Führerhaus und Aufbauten beschädigt.

Die massiven Stahlträger der Begrenzer an beiden Seiten der Brücke sind genau vier Meter hoch. Sie sollen verhindern, dass Lkw, die höher als die Brücke sind, gegen diese stoßen und sie beschädigen. Dass die Höhenbegrenzer zu erwarten sind, das wird vorher mit Warnschildern angekündigt.

Auf einen Volksstimme-Artikel vom vergangenen Donnerstag ("Tonnenschweres Stahlteil fliegt plötzlich auf die Straße") hat sich jetzt ein Lkw-Fahrer via Facebook bei der Volksstimme gemeldet. Er berichtet, dass er vor einiger Zeit mit seinem Lkw aus Richtung Albert-Vater-Straße kommend den ersten Höhenbegrenzer mühelos passiert habe, unter der Brücke durchfahren konnte, dann aber gegen den zweiten Begrenzer gestoßen sei. Dabei sei sein Lkw erheblich am Führerhaus beschädigt worden. Mehr noch, am Folgetag sei er aus der anderen Richtung kommend unter demselben Begrenzer drunter durch gefahren, ohne anzustoßen. Der Lkw-Fahrer fragt sich, wie das möglich sein könne.

Und seine Frage ist nicht abwegig. 2006 gab es eine ähnliche Situation. Lkw aus Richtung Uniplatz (Osten) konnten unter dem ersten Begrenzer durchfahren, einige von ihnen blieben aber am Stahlträger auf der anderen Seite hängen. So etwa am 13. April 2006, wie aus einem damaligen Polizeibericht hervorgeht. Damals war eine Bodenwelle im Straßenbelag unter der Brücke für das Phänomen verantwortlich. Die Welle ließ die Lkw so aufschaukeln, dass sie gegen den Höhenbegrenzer stießen. Das Problem wurde dann durch Straßenbauarbeiten beseitigt.

Zu dem neuerlichen Vorfall sagte Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt auf Volksstimme-Nachfrage, dass ein solcher Vorfall nicht bekannt sei. "Wir haben auch keine Meldung in entsprechender Richtung bekommen", so Gebhardt. Allerdings werde man die Sache auf jeden Fall ernst nehmen und ihr nachgehen.

Die Höhenbegrenzer würden regelmäßig in Augenschein genommen, speziell wenn es einen entsprechenden Unfall gegeben habe. "Wir werden die Höhenbegrenzer in den nächsten Tagen kontrollieren", so Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt.