Magdeburg l In den Hallen und Räumen sind Möbelstücke wie Schrankwände und Tische aufgebaut. Kleidungsstücke wie Pullover und Jacken hängen aufgebügelt in einer Reihe. Regale sind mit Tellern und Gläsern gefüllt. Mitglieder des Vereins führen die Sachen vor, für die sich die Besucher interessieren. "Wir bieten die Sachen für jene an, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Dazu zählen Hartz-IV-Empfänger, Bafög-Empfänger und Inhaber des Stadtpasses", so Vereinsvorsitzender Holger Zimmermann. Die angebotenen Gegenstände stammen aus Möbel- und Kleiderspenden, die der Sozialen Mitte zur Verfügung gestellt werden. Haben Möbelstücke ausgedient und "sind noch gut in Schuss - wir kommen vorbei oder nehmen es gern entgegen", so Zimmermann über das Prinzip. Man beräume auch Wohnungen und könne brauchbare Gegenstände aufarbeiten. Zimmermann: "Auch wenn dies alles sehr arbeitsintensiv ist, der Bedarf ist da."

Jeweils am Freitag ist der Fundus an der Holsteiner Straße in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Seit Vereinsgründung vor zwei Jahren wächst die Zahl der Besucher stetig an. Bei Nachweis der Bedürftigkeit werden die Gegenstände von den ehrenamtlichen Mitgliedern und Helfern des Vereins ausgegeben. Insgesamt sind 14 Mitglieder in der Sozialen Mitte organisiert, die sich "je nach Interesse und Fähigkeit einbringen".

Einige von ihnen fanden sich am Heiligabend an der Flüchtlingsunterkunft an der Sandbreite im Stadtteil Buckau ein, um deren Bewohner mit Sachspenden für eine Grundausstattung zu unterstützen (Volksstimme berichtete). Dazu zählte auch Werner Hamann: "Wir möchten helfen - egal wem. Denn der Verein fühlt sich der Stadt verpflichtet. Nicht umsonst ziert ein offenes Tor das Stadtwappen: Jeder ist willkommen, jedem soll geholfen werden." Derzeit bereite der Verein ein Projekt vor, das auf die Integration von Flüchtlingen abzielt: Dabei sollen nicht nur Unterkünfte geschaffen, sondern auch Arbeitsstellen angeboten werden. Dazu werde Unterstützung "jeder Art" benötigt.

Der Verein ist unter Telefon 0391/504 66 66 und 0152/34 29 54 28 zu erreichen.

 

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