Magdeburg l 4651 Leser der Volksstimme haben sich an der Wahl zum "Magdeburger des Jahres 2014" beteiligt. Am Dienstagabend sind alle Kandidaten im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Theater der Landeshauptstadt vor mehr als 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geehrt worden. Egal ob erster oder zehnter Platz - alle Kandidaten bereichern mit ihrem Engagement die Landeshauptstadt. Verlierer gab es deshalb nicht, wie Volksstimme-Lokalchef Rainer Schweingel betonte.

Denn sie alle machen die Stadt bunter, sorgen für den Erhalt alter Bausubstanz, widmen sich Gesundheitsthemen, sind Anlaufstelle für Sportbegeisterte, und vieles andere mehr. Dabei sind sie Beispielgeber, Vorbilder, manchmal Idole, vor allem aber Zugpferde, denen es gelingt, andere für ihre Projekte zu begeistern. Erst wenn sich viele für eine Sache engagieren, kann sie zum Erfolg geführt werden. Das wurde auch in den Laudationes deutlich, die die Volksstimme-Redakteure für jeden einzelnen der Magdeburger des Jahres vorbereitet hatten. "Diese Menschen sind die Seele dieser Stadt", sagte Marc Stefan Sickel als Verwaltungsdirektor und Stellvertretender Generalintendant des Theaters Magdeburg. Zu Recht.

Und darum ist die Wahl der Magdeburger des Jahres auch im 23. Jahr stellvertretend zu verstehen für unzählige andere, die sich ebenfalls einbringen.

Durch den Abend im Theater führten Volksstimme-Lokalchef Rainer Schweingel, der zunächst einen nicht ganz ernst gemeinten Rückblick auf das Jahr 2014 gab, und Redakteurin Katja Tessnow. Beide baten auch Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper zum Gespräch auf die Bühne. Und im 14. Jahr auf dem Oberbürgermeisterstuhl, in einem Büro, mit Möbeln ausgestattet, die er von Willi Polte, einziger Ehrenmagdeburger des Jahres, geerbt hat, stellte Lutz Trümper gleich einmal klar, wie gut die Stadt dastehe: nämlich als eine der 30 reichsten Städte in Deutschland, zitierte er eine Studie des Handelsblattes. Wer als Ehrenamtler nun hofft, dass die Stadt ins Geldsäckel greift, um sein Engagement zu unterstützen, der wird jedoch enttäuscht sein. "Fürs Ehrenamt gibt es kein Geld, und ich denke, das ist auch gut so", sagte das Stadt-oberhaupt. Nichtsdestotrotz weiß Trümper um die Bedeutung des Ehrenamtes. Und so ehrt die Stadt ebenfalls jährlich zahlreiche Engagierte, die zum Wohl Magdeburgs beitragen.

Volksstimme-Chefredakteur Alois Kösters erinnerte in seiner Ansprache daran, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwesen sei. "Sie alle sorgen dafür, dass unsere Gemeinschaft wärmer und wertvoller wird", lobte er.

Eingestimmt auf den Abend wurden die Gäste der Gala mit dem Film "Magdeburg State of Mind" - eine Hommage an die Elbestadt von Philipp Schmidt.André Weiskeller und Marie-Theres Kampe sangen dazu live auf der Bühne. Im Verlauf des Abends warteten weitere musikalische Genüsse auf die Gäste, zum Beispiel Auszüge aus der Operette "Die lustige Witwe" und der Oper "Die Zauberflöte".

Einmal mehr fand die Volksstimme einen würdigen Rahmen, um Danke zu sagen. Nun wächst die Spannung, wer wohl im nächsten Jahr als "Magdeburger des Jahres 2015" in die Geschichte der Stadt eingehen wird.

Bilder