Magdeburg (ad) l Am Rande der Trauerfeier hat sich Oberbürgermeister Lutz Trümper zur am Montag stattfindenden islamkritischen Bewegung Magida ("Magdeburger gegen die Islamisierung des Abendlandes") geäußert. "Magdeburg ist eine weltoffene Stadt, in der Intoleranz keinen Platz hat", sagte er auf Nachfrage der Volksstimme. Man müsse sich differenziert mit der Bewegung auseinandersetzen.

Trümper wird am Montag, 18 Uhr, bei einer Gegenkundgebung vom "Bündnis gegen Rechts" unter anderen mit Vertretern der islamischen und jüdischen Gemeinde vor dem Rathaus zu den Demonstranten sprechen.

Die Magida-Demonstration soll am Montag um 18.30 Uhr auf dem Alten Markt starten und über den Breiten Weg zurück zum Alten Markt führen. In der Anmeldung für "Magida" rechnen die zwei dahinter stehenden Privatpersonen mit etwa 500 Teilnehmern.

Nach Informationen der Volksstimme soll es Diskussionen über den Titel "Bündnis gegen Rechts" gegeben haben. So plädierte Trümper bei Demos gegen Magida-Aufmärsche für eine Umbenennung des Bündnisses. Gegenüber der Volksstimme warnte er davor, alle Demonstranten vorab in die rechte Ecke zu stellen. Trümper sagte aber auch, dass jeder, der an den Magida-Spaziergängen teilnehme, genau prüfen solle, wen er unterstütze und wem er eine Bühne biete. "Sich einer Bewegung anzuschließen, die auch durch rassistische Äußerungen auffällig ist, ist keine Grundlage für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt", so Trümper.