Formulare finden Interessenten auch im Internet unter www.magdeburg.de

Magdeburg l Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Erwerbsunfähigkeit, Wohngeld und Lastenzuschuss und vieles mehr - wer mehrere Anliegen im Sozial- und Wohnungsamt hat, braucht künftig nicht mehr diverse Abteilungen zu durchlaufen, sondern erhält eine Beratung aus einer Hand. Denn in dem Amt wurde ein neuer Beratungsservice mit 19 Mitarbeitern eingeführt.

Das bedeutet, dass Kunden bereits am Empfang eine Erstberatung erhalten, dann zu einem Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation vermittelt werden und dort alle Anfragen entgegengenommen werden. Im Hintergrund arbeiten 86 weitere Mitarbeiter, die mit der Kundenberatung nichts mehr zu tun haben, sondern nur noch die Akten führen. Auf lange Sicht erhofft sich die Verwaltung damit nicht nur kürzere Wartezeiten für Kunden, sondern auch kürzere Bearbeitungszeiten der Anträge.

"Insbesondere Bürger, die mehrere Anliegen haben, profitieren von dem erweiterten Service", sagt Simone Borris als Beigeordnete der Stadt für Soziales, Jugend und Gesundheit. Sie hatte das Projekt vor zwei Jahren auf den Weg gebracht, als sie noch das Sozial- und Wohnungsamt leitete.

Zum neuen Service gehört auch die Ausweitung der Öffnungszeiten des Empfangsbereiches. "Mit der erweiterten Sprechzeit am Donnerstag kommen wir dem Wunsch vieler Bürger nach", begründet die amtierende Amtsleiterin Heike Schulz die zusätzliche Nachmittagssprechzeit.

Und manchem wird der Weg in den Wilhelm-Höpfner-Ring gar ganz erspart werden. Denn auch die telefonische Erreichbarkeit des Amtes sei verbessert worden. Ab sofort können sich Hilfesuchende unter den Rufnummern 5403670 und 5403671 beraten lassen und persönliche Gesprächstermine vereinbaren. Die Nummern sind montags und mittwochs von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15Uhr freigeschaltet, dienstags und donnerstags sind die Mitarbeiter von 8 bis 12Uhr sowie von 13 bis 17.30Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.

Das Team des Amtes sei in die Entwicklung der neuen Struktur eng einbezogen gewesen. All jene, die sich für die Beratung von Kunden entschieden haben, seien geschult worden, um sich die notwendigen Kompetenzen zu erarbeiten. Neues Personal brauchte die Stadt nicht einzustellen, so dass die neue Struktur kostenneutral eingeführt worden sei. Lediglich der Umbau des Empfangsbereiches habe Geld gekostet. Ob der Plan aufgeht, werde sich in den nächsten Wochen zeigen. Gegebenenfalls werde nachgebessert.