Neu-Olvenstedt l Seit dem 14. März läuft "Magdeburg putzt sich". Die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neu-Olvenstedt ist jedes Jahr bei der stadtweiten Aktion dabei. Ganz bewusst ist in diesem Jahr die Wahl des Einsatzortes auf den sogenannten Putzerhof am Bruno-Taut-Ring als Treffpunkt gefallen. "Wir möchten den neuen Bewohnern des Stadtteils die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen. Über das gemeinsame Arbeiten kommt man leichter in Kontakt miteinander", so GWA-Sprecher Matthias Gehrmann über die Flüchtlingsfamilien, die in Neu-Olvenstedt eine Unterkunft gefunden haben. 72 Flüchtlinge u. a. aus Syrien und Afghanistan wohnen derzeit am Bruno-Taut-Ring.

Im Vorfeld wurden sie von der GWA, die sich um die Integration der Familien bemüht, über den Einsatz informiert. Verständigungsprobleme sollten auch während der Arbeit kein Hindernis darstellen. "Das Nötigste kann auch mit Händen und Füßen erklärt werden. Wichtig ist, dass man keine Berührungsängste hat", so Gehrmann weiter. "Ein tolles Engagement", bewertete Sozialbeigeordnete Simone Borris den GWA-Einsatz.

Mit der Aktion konnten Brücken geschlagen werden. "Ich bin überrascht, wie hilfsbereit sie sind", so Corinna Belitz. Mit Kollegen vom Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) unterstützte sie als Freiwillige den Einsatz, an dem sich insgesamt 50 Helfer beteiligten. Hecken wurden geschnitten, Laub und Unrat zusammengetragen und abtransportiert. Der Putzeinsatz beschränkte sich nicht nur auf den Bruno-Taut-Ring. Bewohner des Stadtteils sowie Vertreter der Stadt, des Stadtrates und des Bundestages arbeiteten sich u. a. entlang der Marktbreite in Richtung Marktplatz "Olven I" vor. Unterstützung gab es von Unternehmen und Vereinen etwa beim Kehren und Abtransport des gesammelten Abfalls. Bei einem anschließenden Picknick entwickelten sich Gespräche unter den Helfern.

"Magdeburg putzt sich" läuft noch bis zum 25. April. Bislang sind 290 Aktionen mit mehr als 7400 Teilnehmern geplant.

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