Magdeburg l Magdeburg versteht sich als eine Stadt des Sports. Einen wesentlichen Anteil daran haben auch die Sportler, die im Leichtathletikstadion trainieren. Seit Jahren allerdings ist klar: Hier muss gehandelt werden. Die Anlagen sind in die Jahre gekommen. Gestern dann das Dokument, das die Modernisierung der Anlagen möglich macht und für Erleichterung im Magdeburger Olympiastützpunkt ebenso wie in der Stadtverwaltung sorgen dürfte: Der auch für Sport zuständige Innenminister Holger Stahlknecht hat an Oberbürgermeister Lutz Trümper einen Zuwendungsbescheid für die Sanierung des Leichtathletikstadions übergeben. Das Land stellt genau 645 200 Euro zur Verfügung.

Das Geld steht im Einzelnen für die Sanierung des Leichtathletikstadions und den Neubau eines Funktionsgebäudes an der MDCC-Arena zur Verfügung. Die Fördersumme vom Land deckt rund 40 Prozent der Ausgaben. Die Gesamtkosten des Modernisierungsvorhabens belaufen sich auf knapp 1,7 Millionen Euro.

Minister Holger Stahlknecht sagte am Rande der Übergabe: "Magdeburg ist eine Stadt des Spitzensports. Genauso erstklassig wie die vielen Athleten ist das Vorhaben der Stadt, hier weiter zu investieren. Ich freue mich, dass wir als Land diese Maßnahme finanziell unterstützen können!"

Oberbürgermeister Lutz Trümper: "Die Investition stärkt die Landeshauptstadt Magdeburg als Spitzenstandort für den Leistungssport." Mit der angestrebten Sanierung des Leichtathletikstadions und dem Neubau des Funktionsgebäudes werden sich die Trainingsbedingungen dort maßgeblich verbessern, so die Überzeugung des Chefs der Magdeburger Verwaltung.

Das Leichtathletikstadion wurde in den 1970er Jahren gebaut - und seitdem hat sich an der Anlage kaum etwas verändert. Die Sportstätte wird durch den Bundesstützpunkt, das Landesleistungszentrum und den Landesstützpunkt Leichtathletik sowie von den Sportschulen und dem Vereinssport genutzt. Zum Beispiel im Rahmen zentraler Lehrgänge des Landes- und Bundesfachverbandes Leichtathletik nutzen auch Kaderathleten aus dem gesamten Bundesgebiet die Magdeburger Anlage.

Die Rundlaufbahn, der Speerwurfanlauf, der Anlauf für Stabhoch-, Weit-, Drei- und Hochsprung weisen mittlerweile erhebliche Schäden auf, die ein optimales Training im Hochleistungsbereich nicht mehr gewährleisten. Auch die Kugelstoßanlage entspricht nicht mehr den Anforderungen.

Bestandteile der Fördermaßnahme sind somit in der Hauptsache die Erneuerung der Kunststoffbahn, der Anläufe, die Sanierung der Wurfanlagen, die Renovation der Rasenfläche im Innenbereich, die Sanierung des Aufenthaltsbereiches, der Bau von zwei Mehrzweckspielfeldern sowie der Neubau eines Funktionsgebäudes. Dieses soll vor allem für die Wettkampforganisation, Beratungen und als Lagerräume genutzt werden.

Neben dem Zuschuss vom Land möchte die Stadt bei der Sanierung auch 500 000 Euro Fördermittel vom Bund nutzen. Zur Sanierung gab es 2013 einen Beschluss im Stadtrat.

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