Sudenburg l Früher fielen die frisch sanierten Häuser besonders auf, heute sind es die Ruinen, die neben vielen instand gesetzten Gebäuden besonders offenbar werden. Das zeigte sich auch während eines Frühlingsspazierganges am vergangenen Donnerstag mit Baufachleuten der Stadtverwaltung und Vertretern der GWA Sudenburg. Das Ergebnis bewertet GWA-Mitglied Michael Hoffmann als positiv: Teile von Sudenburg sollen zum Sanierungsgebiet erklärt werden. Entsprechende Voruntersuchungen dazu sollen in den nächsten Wochen auf den Weg gebracht werden. Eine Drucksache wird am 18. Juni im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr beraten und am 25.Juni im Stadtrat als Beschlussvorlage auf der Tagesordnung stehen.

Grund, dass Sudenburg Sanierungsgebiet werden soll, ist der besonders hohe Anteil "unsanierter Altbausubstanz", heißt es in der Drucksache. Leerstehende und unsanierte Gebäude würden das städtebauliche Umfeld zudem beeinträchtigen und die Vermietbarkeit benachbarter Häuser verschlechtern. Außerdem werde durch die sanierungsbedürftigen Häuser die Investitionsbereitschaft anderer Eigentümer gehemmt.

Vorteile eines solchen Sanierungsgebietes können unter anderem Steuererleichterungen bzw. bessere Abschreibungsmöglichkeiten sowie Förderangebote sein. Der Stadtteil Buckau war auf diese Weise bereits aufgewertet worden.

In Sudenburg seien derzeit 54 Schrottimmobilien gelistet. Das Voruntersuchungsgebiet soll insbesondere die Grundstücke entlang der Helmstedter Straße, anteilig die östlich angrenzenden Grundstücke der Wolfenbütteler Straße, die Grundstücke zwischen Langem Weg und Fichtestraße sowie mehrheitlich die beidseitig angrenzenden Grundstücke entlang der Braunschweiger Straße, Rottersdorfer Straße, Hesekielstraße, Bergstraße, Schöninger Straße und St.-Michael-Straße umfassen.

Michael Hoffmann ist mit den Plänen zufrieden, "da damit weitere und günstige Voraussetzungen für Investitionen geschaffen werden", erklärt er. Sudenburg sei zwar auf einem guten Weg. Diese Maßnahme würde jedoch die Entwicklung beschleunigen helfen.

Weitere Pläne zur Aufwertung des Stadtteiles gebe es auch schon: "Im Rahmen des Förderprogrammes Aktive Stadtteil- und Ortszentren (ASO) sollen in den nächsten Jahren einige Problemfälle lösbar werden", hofft Hoffmann. Der Abriss des Stromhäuschens am Eiskellerplatz zum Beispiel solle mit ASO-Geld geplant und in den nächsten Jahren auch realisiert werden.

Der Eiskellerplatz soll dann als Platz mit Sitzmöglichkeiten, Grün und gegebenenfalls einem Wasserspiel gestaltet werden, "was ich vor etwa zwei Jahrzehnten initiiert habe und nun hoffentlich bald verwirklicht werden kann", sagt Hoffmann.