Magdeburg. Hoch im Norden steht Magdeburg heute in einem Finale. Die Landeshauptstadt kämpft in Kiel um den Titel "Stadt der jungen Forscher 2012". Mitbewerber sind Braunschweig und Karlsruhe, die sich mit Magdeburg in einem Vorentscheid unter sechs Bewerberstädten durchsetzen konnten.

Der Bundeswettbewerb "Stadt der jungen Forscher" ist eine Initiative der Körber-, Bosch- und Deutsche-Telekom-Stiftung. Ausgezeichnet werden Städte, die in vorbildlicher Weise Jugendliche für Wissenschaft begeistern. Neben dem Titel erhält die Siegerstadt ein Preisgeld in Höhe von 65000 Euro.

Eine Delegation unter Leitung von OB Lutz Trümper (SPD) wird heute um 11 Uhr die Magdeburger Bewerbung in einer 30-minütigen Präsentation im Kieler Rathaus vorstellen. Das sind die Kernpunkte: Jugendliche ab Klasse 8 sollen an die Wissenschaft herangeführt werden. Über eine Internetplattform können sich Schüler und Lehrer über mögliche Themen und Wissenschaftseinrichtungen informieren und eine Projektidee entwickeln, deren Umsetzung bei der Langen Nacht der Wissenschaft 2012 vorgestellt wird.

Noch vor den Sommerferien soll außerdem eine interaktive Stadtrallye per Handy ins Leben gerufen werden. Schüler gehen auf Spurensuche nach Wissenschaftseinrichtungen. Ein spezielles Programm auf den Handys führt sie mit Videos, Fotos und Texten durch Magdeburg und seine wissenschaftlichen Einrichtungen. Alle Projekte sollen einen praktischen Nutzwert haben und unabhängig vom Abschneiden des Wettbewerbs umgesetzt werden. "Der Titel wäre deshalb eine zusätzliche Motivation für uns. Im Mittelpunkt stehen aber die Projekte, denn es ist wichtig, junge Leute an die Wissenschaft heranzuführen", sagte Klaus Puchta vom Wissenschaftsbüro der Stadt.

Die Entscheidung wird heute gegen 21 Uhr erwartet.

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