
Er gilt als dienstältester Meteorologe mindestens in Magdeburg. 40 Jahre lang war die Wetterwarte in der Aßmannstraße ununterbrochen seine berufliche Heimat. Jetzt geht er in den Ruhestand. Der Stadt und dem Wetter bleibt er treu.
Magdeburg l Der Name Willi Willmann hat durchaus den besonderen Klang. Den merkt man sich auf Anhieb - wie Paul Panzer, Fredi Fröschki, Peter Pan und Peter Panther.
Der Bekanntheitsgrad des dienstältesten Magdeburger Wetterfroschs indes beruht insbesondere auf seinen langjährigen eigenen exakten Publikationen übers Wetter. Vor allem in der Volksstimme. Außerdem auf seinen Aussagen, die von Journalisten verbreitet wurden. Auch da spürt man: Willman will es exakt sagen. Trotzdem populär und mit einem Funken Humor. Gegen die Bezeichnung Wetterfrosch hat er - wie manch Nichtmagdeburger Kollege vielleicht - absolut nichts. "Im eigenen Garten habe ich mindestens einen solcher Frösche stehen - aus Terrakotta ", verrät er schmunzelnd.
"Deutscher Wetterdienst hat nicht Absicht, die Station zu schließen."
Die wird er nun öfter sehen. Willmann, der am vergangenen Sonntag seinen 65. Geburtstag feierte, geht in den Ruhestand. Heute wird er offiziell verabschiedet in der Wetterwarte in der Straße mit dem traditionsreichen Namen. Nach 40 Berufsjahren allein dort, nach 47 Jahren insgesamt. 1964 hatte er den Beruf des Meteorologen erlernt und später studiert. 1971 kam er nach Magdeburg.
Damals habe er teilweise noch mit Instrumenten aus Aßmanns Zeiten gearbeitet, erinnert er sich an das Aspirationspsychrometer, das den Namen des großen Wetterforschers und Entdeckers der Stratosphäre trägt. Die Erfindung zur Luftfeuchtemessung habe auch heute noch Bestand, weiß er. Allerdings hat sich in der Mess- und Beobachtungstechnik inzwischen ein Quantensprung vollzogen. Es war ein ständiges Hinzulernen. In den Zeiten nach der Wende, als der Deutsche Wetterdienst in Offenbach die Wetterwarte übernommen hatte.
Aber für einen, für den der Beruf eine in die Wiege gelegte Berufung ist, keine unüberwindbare Hürde. Das Wetter sei ein Naturprozess, hinter dem sich bestimmte Gesetzmäßigkeiten verbergen. Die wissenschaftlich immer exakter zu erschließen, sei faszinierend, sagt er.
In den letzten Jahren werden Voraussagen auch für den persönlichen Bereich immer wichtiger. Zumal immer mehr außergewöhnliche Wetterphänomene bekannt werden. Auch in Magdeburg. Unwetterwarnungen nehmen viele schon als Alltagsservice - erst recht nach Kyrill, jenem verhängnisvollen Sturm. Seine Kollegen sind deshalb weiter gefragt.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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