Haldensleben/Sanaa (dpa) | Das Drama um einen im Jemen als Geisel genommenen Mann aus Haldensleben spitzt sich zu. Jemenitische Medien meldeten am Freitag, der Gesundheitszustand des an Lungenkrebs erkrankten Mannes habe sich in den vergangenen Tagen verschlechtert.

Berichte, wonach ein Beduine in der Region zwischen den Provinzen Marib und Schabwa auf zwei Hubschrauber mit "ausländischen Soldaten" geschossen haben soll, nährten Spekulationen über eine mögliche Befreiungsaktion. Seitens des jemenitischen Militärs wurde dies jedoch genauso wenig bestätigt wie Meldungen, wonach der Entführer seine Geisel an das Terrornetzwerk Al-Kaida "verkauft" haben soll.

Der Entführer hatte in der vergangenen Woche gedroht, er werde den Mann an die Terroristen verkaufen, falls die jemenitische Regierung seine beiden inhaftierten Brüder nicht freilassen sollte. Der Mann aus Haldensleben war Anfang Februar in der Hauptstadt Sanaa verschleppt und in die Provinz Marib gebracht worden.