Magdeburg l Künftig wird ein 1,20 Meter hoher Schutzdamm durch die Grünanlage nahe der Straße An der Elbe verlaufen. Er soll Buckau in Zukunft vor steigenden Wasserpegeln schützen. Doch das Restaurant Elbelandhaus wird bei starkem Hochwasser weiterhin überschwemmt werden, da es vor dem geplanten Wall liegen wird. "Ich kann es nur über mich ergehen lassen, sollte es noch mal passieren", sagt Betreiber Marko Dietel (47). Der Grund: Sein Restaurant liegt im natürlichen Überschwemmungsgebiet. Das vergangene Hochwasser hatte ihn voll erwischt, Zehntausende Euro Schaden verursacht.

Beim Hochwasserschutz im Bereich von Buckau setzt die Stadt auf eine weitestgehend feste Installation. So soll ein 1,20-Meter-Schutzwall künftig Pegelständen von bis zu 7,80 Meter standhalten können: Im Kern des Damms werde eine Spundwand integriert, welche die Wassermassen abhalten solle und ihm Stabilität verleihe. Die Planungen sehen vor, dass im Juli dieses Jahres mit dem Bau begonnen wird. Fertigstellung: frühestens 2015.

Bei der Flut im vergangenen Jahr musste Marko Dietel finanzielle Einbußen von mehr als 70.000 Euro hinnehmen. Die Flut hatte den Wirt besonders hart getroffen. Zuerst der sehr lange Winter im vergangenen Jahr, dann schlechtes April- und Maiwetter und schließlich das Hochwasser. Um sein Restaurant stand die Elbe in Höhe von etwa 1,10 Meter und schwappte bis in die Gasträume hinein.

"Ich hoffe, dass in den nächsten fünf Jahren kein neues Hochwasser kommt", sagt Gastronom Dietel. Aufgrund der Risikolage könne er das Haus auch nicht versichern lassen. Dass er voraussichtlich außerhalb der geplanten Schutzmauer liegen wird, müsse er akzeptieren. "Ich habe ja dafür auch eine tolle Lage", sagt er.

Seit 2009 ist das Elbelandhaus geöffnet, wochentags ab 11 und am Wochenende ab 10 Uhr. Es gibt Terrassen- und Biergartenbetrieb.

Die Hochwasserschutzpläne für Buckau kann man nach Terminvereinbarung im Tiefbauamt einsehen. Sie sollen auch im Internet veröffentlicht werden.

 

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