Magdeburg (dpa) | Bei dem von der Polizei gesprengten Treffen mutmaßlicher Pädophiler in Sachsen-Anhalt soll der Hauptverdächtige seine fünf Jahre alte Nichte als Lockvogel eingesetzt haben. Die insgesamt elf Verdächtigen nahmen das fünfjährige Mädchen mit, um etwa auf Spielplätzen Kontakt zu anderen Kindern aufzubauen, wie Ermittler Holger Herrmann am Montag in Magdeburg sagte.

Das Kind sei zunächst in die Obhut des Jugendamtes gekommen; die Behörde habe es später an den Vater übergeben.

Die Verdächtigen sollen zu einem Pädophilennetzwerk gehören. Am Wochenende hatten sie sich auf Einladung eines 54-Jährigen in Aschersleben getroffen. Dabei machte die Polizei sie dingfest. Inzwischen sind sie wieder frei.