Magdeburg (kt) l Der polizeibekannte Magdeburger AfD-Spitzenkandidat Jörg Alsleben wird nicht in den Stadtrat einziehen. Alsleben hatte bereits im Vorfeld der Wahl erklärt, dass er kein Mandat annehmen werde, um der Partei keinen weiteren Schaden zuzufügen. Am Dienstag bestätigte er auf Nachfrage seinen Entschluss. Der 43-Jährige hatte am Sonntag 332 Stimmen erhalten. Trotz der mageren Ausbeute gehörte er dank des Gesamtabschneidens der AfD in Magdeburg (4,8 Prozent) zu den drei gewählten Stadträten der Partei.

Die Volksstimme hatte eine Woche vor der Kommunalwahl aufgedeckt, dass gegen Alsleben unter anderem wegen Nötigung, Bedrohung und Körperverletzung ermittelt wird.

Laut Medienberichten soll er auch an den Himmelfahrtskrawallen in Magdeburg von Hooligans gegen Ausländer vor 20 Jahren beteiligt gewesen sein. Alsleben sagt dazu: "Ich gebe zu, dass ich ein schwerer Fußballjunge war. Ich bin damals tatsächlich in erster Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt, aber in zweiter Instanz freigesprochen worden."