Westerhüsen l Die Rallye führt im Herbst von der sächsischen Landeshauptstadt in die Hauptstadt Gambias. Über 7000 Kilometer quer durch sieben Länder gilt es dabei zu überwinden. 19 Tage sind die Teilnehmer unterwegs. Für Andreas Kose kein Problem: "Seit Jahren überlegen wir, ob wir uns an der Tour beteiligen. Nun machen wir Nägel mit Köpfen und möchten mit unserer Teilnahme Kindereinrichtungen in Gambia unterstützen." Denn am Ende jeder Rallye werden die Fahrzeuge, mit denen gestartet wird, für einen karitativen Zweck von der Dresden-Banjul-Organisation versteigert. Der Erlös wird gambischen Hilfsorganisationen und Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäusern zur Verfügung gestellt. Bei der Rallye geht es nicht darum, als Schnellster anzukommen. Vielmehr gilt: "Der Weg ist das Ziel". Meffert und Kose sind mitten in ihren Vorbereitungen. Startgebühr und Fahrzeugkauf zahlen sie aus eigener Tasche. Als Wagen richten sie sich in Westerhüsen einen alten Mercedes E220 Baujahr 1998 her, der als Taxi genutzt wurde. Solche Modelle würden den größten Gewinn erzielen, so Burkhard Meffert. "Wir haben den Wagen generalüberholt. Er sollte uns treue Dienste leisten", ist sich der Kfz-Mechaniker sicher. "Ansonsten müssen wir unterwegs improvisieren", merkt Andreas Kose schmunzelnd an. Ihren Wagen haben sie kurzerhand "Daxi" in Anlehnung an das Land Dakar getauft, da es verboten ist, ein ausrangiertes Taxi mit einem offiziellen Schild zu fahren. Des weiteren gilt es für die beiden Männer, sich impfen zu lassen. "Wir freuen uns auf die verschiedenen Länder und auf die Menschen, die uns während der Tour begegnen werden", sind sich die angehenden Rallyefahrer einig.

Die Liste der Dinge, die zu besorgen sind, ist noch lang und reicht von Ersatzteilen wie Öl-, Luft- und Kraftstofffilter über Motorenöl und Ersatzreifen bis hin zu Campingausrüstung wie Zelt, Schlafsäcke, Luftmatratzen und Gaskocher sowie lange Abschleppseile und Gurte. "Dafür hoffen wir auf Unterstützung und sind für jede Hilfe dankbar", so Andreas Kose. Ihn verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft zu Burkhard Meffert - der Tischler teilt die Leidenschaft zum Schrauben an Fahrzeugen. "Meine Partnerin hat mich anfangs für verrückt erklärt, hat aber grünes Licht gegeben, dass ich starten kann", so Kose. Nach der Versteigerung des Wagens wollen er und sein Rallye-Teamkollege mehr über das Land Gambia erfahren und noch einige Tage auf dem afrikanischen Kontinent verbringen.

Für Auskünfte zu ihrem Abenteuer ist Burkhard Meffert unter Telefon 0172/308 62 48 und Andreas Kose unter 0176/31 36 04 79 zu erreichen.