Magdeburg (dpa) l Spätestens bis 2022 sollen in Sachsen-Anhalt alle bestandsfähigen Kitas und Schulen saniert und mit moderner Computertechnik ausgestattet sein. Das kündigte Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) am Mittwoch in Magdeburg an. Derzeit laufen laut Ministerium landesweit rund 100 Projekte, die Investitionssumme liege bei 150 Millionen Euro. Sie müssen bis Ende März 2015 beendet sein.

In der nun gestarteten neuen EU-Förderperiode sollen nochmals 450 Millionen Euro investiert werden. Bis Ende des Jahres erwartet das Finanzministerium grünes Licht von der EU. Hauptziel ist, die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen und den CO-Ausstoß zu verringern. Zudem werden die Lernbedingungen deutlich verbessert.

Finanzminister Bullerjahn betonte, das europaweit einzigartige Programm werde in der Fläche gelebt. Es basiere auf der Vielfalt und den Ideen vor Ort. Der Chef der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Manfred Maas, hob den Nutzen für die regionale Wirtschaft hervor. Die Aufträge blieben in aller Regel bei den Bauunternehmen, Ingenieuren und Architekten vor Ort. Die Aufträge sorgten für Liquidität, sicherten Arbeitsplätze, das Steueraufkommen und die Kaufkraft im Land. Die Schulträger profitieren von erheblich sinkenden Betriebskosten - teilweise wird Passivhaus-Standard erreicht.Kultusstaatssekretär Jan Hofmann (SPD) betonte, dass sich die Lernbedingungen und die Unterrichtsqualität mit der modernen Computertechnik in den Schulen erheblich verbesserten. Im Stark-III-Programm beträgt der geförderte Anteil 70 Prozent, den Rest müssen die Schulträger selbst zahlen. Da es in Sachsen-Anhalt viele finanzschwache Kommunen gibt, bietet die Investitionsbank ein zinsloses Darlehen über zehn Jahre an. Bislang sind Darlehen über 41 Millionen Euro für 40 Projekte ausgereicht worden.