Magdeburg (st) l Die Landesregierung will Kleingärtnern und Kommunen mit EU-Fördermitteln beim Rückbau leerstehender Kleingartensparten helfen. Das sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) laut Mitteilung am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertretern des Landesvorstandes der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt. Seitens der Bundesregierung komme keine Hilfe, so der Minister. Deshalb seien die Regionalverbände der Kleingartenvereine gefordert, gemeinsam mit den Kommunen abgestimmte Entwicklungskonzepte zu erarbeiten. Im Saale- und im Burgendlandkreis gebe es dafür schon erfolgreiche Beispiele. Dafür könnten dann auch EU-Fördermittel der anlaufenden Förderperiode 2014 bis 2020 genutzt werden.

Sachsen-Anhalt ist aufgrund des demografischen Wandels und der Abwanderung junger Leute das Bundesland mit den meisten leerstehenden Kleingärten. Jeder sechste ist ungenutzt, das sind rund 18.000 Parzellen. Die leeren Lauben kosten die Vereine im Land wegen fehlender Pachteinnahmen und Rückbaukosten in jedem Jahr mehrere Millionen Euro.