Magdeburg l Der frühere Landeschef der Alternative für Deutschland (AfD), Arndt Klapproth, will den Parteitag, der am vergangenen Wochenende in Güsten stattfand, anfechten. "Die Rechtstaatlichkeit muss bei der AfD wieder hergestellt werden", sagte Klapproth der Volksstimme.

Er wirft der neuen Parteispitze um André Poggenburg vor, sich mit einer Reihe von Satzungsbrüchen die Macht im Landesverband gesichert zu haben. Klapproth trat im März zurück, nachdem ihm Poggenburg sowie weitere Kreis-Chefs das Misstrauen ausgesprochen hatten. Ihr Vorwurf: Klapproth soll als Landeschef entgegen der Parteisatzung Mitglieder aufgenommen haben - das Recht hätte ihm nicht zugestanden. Ferner sei er nicht in der Lage gewesen, Wahlkämpfe vorzubereiten.

Der Volksstimme sagte Klapproth nun, die Vorwürfe seien haltlos. "Ich habe mir von einem Anwalt versichern lassen, dass ich satzungsgemäß Mitglieder aufgenommen habe. Auch die Wahlkampfvorbereitungen hatte ich im Griff." Klapproth unterstellt Poggenburg und seinen Mitstreitern, dass sie ihn aus eigenem Karrierestreben aus dem Weg räumen wollten. "Deshalb werfen die mir auch vor, ich hätte mich aus der Parteikasse bedient." Klapproth habe aber "keinen Cent" ausgegeben. Er erklärte allerdings, dass sein Amtsvorgänger Michael Heendorf um die 12000 Euro nicht oder falsch abgerechnet haben soll. Den Parteitag, auf dem sich Poggenburg nun zum Landeschef wählen ließ, will Klapproth anfechten, da zahlreiche Mitglieder angeblich nicht eingeladen wurden.

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