Altmark (pn) l Umweltschützer warnen vor dem Fracking. Lothar Lehmann, der sich auch in der Bürgerinitiative "Kein CO2-Endlager Altmark" engagiert, sagt: "Lagerstättenwasser und Frackingwasser sind hochgiftig." Oft würden diese in alte Gaslagerstätten verpresst wie bei Mahlsdorf oder Brüchau. Bei Altbohrungen bestünde aber die Gefahr, dass die Gestänge nicht dicht seien. Sorge bereitet ihm zudem, dass ein großer Teil der Flüssigkeit im Gestein verbleibt. Er verweist auf eine Liste des Energieunternehmens Exxon Mobil. Darin sind die "Zutaten" eines Fracs aufgeführt.

Insgesamt pumpte das Unternehmen mehr als 6 Millionen Kilogramm Frack-Flüssigkeit-Gemisch in die Bohrung. 7,8 Kilogramm weist Exxon Mobil als giftig aus. "Das Flüssigkeitsgemisch als Ganzes ist als schwach wassergefährdend und als nicht umweltgefährdend eingestuft. Es stellt nach Chemikalienrecht kein kennzeichungspflichtiges Gemisch dar", teilt das Unternehmen mit.

Lehmann warnt, dass Fracking künstliche Risse erzeuge, die Unwägsamkeiten mit sich bringen könnten. So seien Schäden an der Oberfläche und seiner Meinung nach sogar Erdbeben möglich. Er kritisiert, dass die Regierung das Fracking nicht konsequent verbietet. "Sie will nur bestimmte Schichten ausschließen", sagt Lehmann. Immerhin sollen nun die Umweltauswirkungen geprüft werden.

Sein Fazit: Die Technik ist aus der Sicht des Umweltschützers nichts für die Zukunft. Sie ist zu riskant und zu teuer. Zudem: "Das Know-how, mit dem an der Fracking-Technologie gearbeitet wird, fehlt bei der Weiterentwicklung der Technologien für die Energiewende."

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