Magdeburg l Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Sachsen-Anhalt, André Schröder, hat sich für eine offensive Auseinandersetzung mit der "Alternative für Deutschland" (AfD) ausgesprochen. "Die AfD ist eine in den Zielen zur CDU konkurrierende Partei", sagte er am Dienstag in Magdeburg. "Solange die AfD Zuspruch hat, reicht es nicht aus, sie zu ignorieren oder in eine rechtspopulistische Schmuddelecke zu stellen", sagte Schröder. Dies sei aber "kein Angebot zum Kuscheln oder zur Zusammenarbeit", stellte der CDU-Politiker klar.

In Sachsen-Anhalt trete die AfD "nicht wirklich geschlossen" auf, sagte Schröder. Zuletzt waren nach parteiinternen Querelen in der AfD die Stadtratsfraktionen in Magdeburg und Halle auseinandergebrochen.

Fast jeder vierte Deutsche (22 Prozent) kann sich einer aktuellen Umfrage zufolge vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die AfD zu wählen. Dabei ist das Potenzial der im Februar 2013 gegründeten Partei bei Männern mit 25 Prozent größer als bei Frauen (19 Prozent) und im Westen genauso groß wie im Osten (je 22 Prozent). Bei der Landtagswahl in Sachsen hatte die AfD aus dem Stand 9,7 Prozent der Stimmen erhalten. Damit sind die Eurokritiker erstmals in einem Landesparlament vertreten. 23 Prozent der AfD-Wähler waren von der CDU gekommen. Auch in Brandenburg und Thüringen, wo am Sonntag gewählt wird, rechnet sich die Partei gute Chancen aus.