Kunrau l Der Zustand der L23 zwischen Kusey und Böckwitz sei schlecht. Darauf hatte unlängst Jahrstedts Ortsbürgemeister Uwe Bartels hingewiesen (Volksstimme berichtete). Während der jüngsten Sitzung des Kunrauer Rates wurde ihm Recht gegeben.

So sagte Einwohner Wolfgang Lenz, dass er sich bisweilen wie in einem Erdbebengebiet vorkäme. Wenn Lkw über die löchrige Piste führen, dann erzittere sein Haus. "Das ist nicht mehr zu ertragen." Seine Frau Gudrun stimmte dem zu: "Unzumutbar. Eine Katastrophe." Sie forderte eine Sanierung oder andere bauliche Veränderungen, wie beispielsweise an der B 248 in Brome, wo Autos am Straßenrand in Parknischen abgestellt werden dürften. Durch diese Behinderungen verlangsame sich der Verkehr automatisch.

Der stellvertretende Ortsbürgermeister Burkhard Hartmann meinte, dass es nur eine sinnvolle Variante gebe, nämlich, dass die Trasse für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt werde. "Die Polizei müsste das natürlich kontrollieren."

Bedauert wurde in der Runde, dass die Lastwagenfahrer anscheinend längst nicht mehr die offizielle Umleitung der B248 über Gladdenstedt nutzen, sondern verstärkt wieder die L23. "Das sind Maut-Flüchtlinge", schimpfte Gudrun Lenz.

Ortsbürgermeister Uwe Bock, der ebenfalls der Ansicht war, dass die Landesstraße zwischen Böckwitz und Kusey schon bessere Tage erlebt hätte, informierte darüber, dass er bereits mit dem neuen Klötzer Amtsleiter Ulf Dittfach über das Thema gesprochen und um mehr Tempo-Kontrollen gebeten habe. Wahrscheinlich, so mutmaßte Uwe Bock, wäre eine Verkehrszählung auf der L23 ein erster Schritt, um weitere Maßnahmen einzuleiten. Ähnlich wie Uwe Bartels hegte er aber die Befürchtung, dass ausgerechnet am Tag der Verkehrszählung auf der Straße wenig los sein könnte.

In jedem Fall, so Uwe Bock, "muss was unternommen werden". Um zumindest den Rasern Einhalt zu gebieten, die aus Richtung Jahrstedt nach Kunrau kommen, sei es eine Überlegung wert, die Fahrbahn am Ortseingang schmaler zu gestalten, um dadurch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu drosseln. Denn: "50 km/h", wie vorgeschrieben, "fährt da keiner."

Indes, so hatte Klötzes Bürgermeister Matthias Mann im Gespräch mit der Volksstimme berichtet, habe die Verwaltung in dieser Angelegenheit bereits vor geraumer Zeit mit der Landesstraßenbaubehörde Kontakt aufgenommen. Angestrebt werde ein Ortstermin.