Magdeburg/Dresden l Für ihren "Familienkompass" hat die Sächsische Zeitung am Montag in Dresden den diesjährigen Deutschen Lokaljournalistenpreis der Adenauer-Stiftung bekommen. Als "Anwalt der Familien" schaffte die Zeitung die Basis für eine öffentliche Debatte, so die Jury. Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme wurden für ihre Flutberichterstattung im Sommer 2013 lobend erwähnt, "Der Prignitzer" erhielt sogar eine Auszeichnung. Gleichzeitig endete am Montag eine Ära: Der langjährige Juryvorsitzende Dieter Golombek gab sein Amt ab. Ihm folgt Heike Groll, Mitglied der Chefredaktion der Magdeburger Volksstimme.

Der Deutsche Lokaljournalistenpreis gilt als "Oscar" für Lokaljournalisten. Bis zu 700 Bewerbungen gehen jedes Jahr bei der Jury ein. Dieses hohe Ansehen ist in erster Linie Dieter Golombek (73) zu verdanken. Er hat den Preis 1980 erfunden und war 34 Jahre lang der Sprecher der Jury. Bei der Preisverleihung in Dresden wurde Golombek am Montag verabschiedet. Sein Appell zum Abschied: "Halten Sie die Qualität des Lokalteils hoch, er ist das Herz der Zeitung."

Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, würdigte Golombek als "Mister Lokaljournalismus": "Seit 1980 gibt er dem Deutschen Lokaljournalistenpreis Gesicht und Profil." Golombeks Nachfolge tritt Heike Groll an, die seit mehreren Jahren bereits in der Jury sitzt. Sie arbeitet als leitende Redakteurin in der Chefredaktion der Volksstimme. Pöttering attestierte ihr, sie sei "lokaljournalistisch vielfach und bestens ausgewiesen". Wörtlich fügte er hinzu: "Mit ihr wird eine erfahrene Journalistin in Dieter Golombeks Fußstapfen treten. Ich bin sicher, dass sie diese ausfüllen wird."

Heike Groll, Jahrgang 1965, ist seit 2013 in der Chefredaktion der Volksstimme. Vorher war sie in gleicher Funktion beim Fränkischen Tag in Bamberg tätig. Lange Jahre war Groll verantwortliche Redakteurin bei der "Drehscheibe".