Stefan Hell ist es gelungen, das Auflösungslimit von Mikroskopen zu erweitern. 1873 hatte Ernst Abbe entdeckt, dass Lichtmikroskope zwei Objekte nicht mehr voneinander unterscheiden können, sobald ihr Abstand kleiner ist als die halbe Lichtwellenlänge, also 200 Nanometer. Schuld ist die Beugung des Lichts an den beiden Objekten, wodurch sie im Auge des Beobachters zu einem Objekt verschwimmen. Hell konnte Abbes Gesetz zwar nicht außer Kraft setzen, aber er fand einen Weg, es zu umgehen. Er brachte seine Objekte mit Laserstrahlen zum Leuchten und konnte so höhere Auflösungen erzielen. Die von Hell entwickelte Stimulated Emission Depletion (STED) kommt u.a. in der Krebsforschung zum Einsatz.