Halle/Leipzig (dpa) | Eiskratzer und warme Winterkleidung sind bislang kaum angesagt – der Herbst in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist 2014 besonders mild ausgefallen. "Der meteorologische Herbst der Monate September, Oktober und November war deutlich zu warm und zu trocken", sagte Jens Oehmichen, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Temperaturdurchschnitt lag bei 7,6 Grad, die Norm liege bei 4,5 Grad. Im September habe es in der Region um Leipzig 33,5 Liter je Quadratmeter geregnet, die Norm liege bei 43,9 Litern. Deutlich zu trocken zeichne sich der November mit 5,8 Litern gegenüber der Norm von 37 Litern je Quadratmeter ab.

Ein Herbst, der von der Norm abweicht, ist laut Oehmichen als normaler Ausreißer anzusehen. "Allerdings registrieren wir, dass auch die Herbstabschnitte der letzten Jahre immer wärmer als das normale langjährige Mittel waren. Und das kann dann schon mit der Klimaveränderung in Verbindung gebracht werden." Der meteorologische Winter beginnt am 1. Dezember und endet am 28. Februar 2015.

Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erwartet der DWD bis Ende kommender Woche auch keine winterlichen Temperaturen. Das bedeutet, in den Nächten kühlt es im Flachland bis etwa minus ein Grad ab. Die Tageshöchstwerte liegen bei fünf bis sechs Grad. Außerdem bleibe es weitgehend trocken, sagte Oehmichen.