Magdeburg (dpa) | Auch mit Start des gesetzlichen Mindestlohns bleiben die Folgen umstritten. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) zeigte sich in einem Interview skeptisch. Er habe bereits von Entlassungen im unteren Lohnbereich erfahren, sagte er MDR Sachsen-Anhalt.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD im Landtag, Andreas Steppuhn, wies dies zurück. "Auch wenn es in wenigen Bereichen mit der Einführung zu vorübergehenden Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt kommen wird, gibt es keinerlei belegbare Anzeichen für einen Stellenabbau", erklärte Steppuhn am Donnerstag. "Kündigungen im Vorfeld der Einführung des Mindestlohnes in Größenordnungen haben offensichtlich nicht stattgefunden."

Möllring erklärte: "Dass jeder von seiner Hände Arbeit leben können muss und soll, ist völlig richtig." Allerdings gebe es zu wenige Ausnahmen, zum Beispiel für Gelegenheitsjobs. Seit dem Jahreswechsel gilt deutschlandweit ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Im Osten Deutschlands sind wegen des Lohngefälles besonders viele Arbeitnehmer betroffen.