Welche Rolle spielt die Klospülung in der modernen Luftfahrt? Die Passagiere des Lufthansa-Flugs LH 487 von Detroit nach Frankfurt/Main können darauf seit Dienstagabend eine genaue Antwort geben. Ihnen bescherte eine defekte Wasserstandsanzeige erst die Aussicht auf einen Abstecher nach New York - und nach einem Zickzack-Kurs über dem Nordosten der USA doch noch den ersehnten Flug über den Atlantik.

Grund: Die Besatzung befürchtete, zu wenig Wasser dabeizuhaben. Es habe allerdings nur ein Problem mit der Anzeige gegeben, sagte ein Sprecher. Zwar ließen sich die Hinterlassenschaften noch durch den Abfluss absaugen - ohne Nachspülen wollte man den Gästen aber keinen Sieben-Stunden-Flug zumuten.

Also kündigte der Kapitän einen nächtlichen Stopp in New York an. Doch 30 Minuten vor der geplanten Landung wandte sich der Kabinenchef an die Schicksalsgemeinschaft an Bord: Die Einwanderungsstellen am Flughafen hätten bereits geschlossen, erklärte er. Nun ging es doch direkt nach Frankfurt. Kaffee und Tee konnte die Besatzung aber nicht reichen, um die letzten Liter Wasser zu schonen. Bemerkenswert: In Frankfurt landete der Flieger mit nur zwei Stunden Verspätung.(dpa/es)