Magdeburg (ad) l Der Chef der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, plädiert für einen Dialog mit dem Magdeburger Ableger der Anti-Islam-Bewegung Pegida. Das sei aber nur möglich, wenn sich die Bewegung klar von extremen Kräften distanziere.

Die Magida-Demo am Montag habe überwiegend aus rechtsaffinen Kräften bestanden. "Das war nicht die bürgerliche Mitte", sagte Reichel der Volksstimme auf Nachfrage. Zugleich kritisierte Reichel seine sächsischen Kollegen. Die Landeszentrale im Freistaat hatte Pegida Räume für eine Pressekonferenz zur Verfügung gestellt. "Das geht nicht. Das ist für eine Landeszentrale viel zu parteiisch. Wir wollen eine Diskussion und das geht nur, wenn man die Gegenseite auch einlädt", so Reichel.

In der Landeshauptstadt hatten am Montag 600 Magida-Anhänger zu einem Abendspaziergang durch die Innenstadt aufgerufen. 6500 Gegendemonstranten verhinderten das.