Magdeburg | Ja, den Tag der männlichen Körperpflege gibt es wirklich. Erfunden wurde er 2007 von der US-amerikanischen Kosmetikindustrie, um die Bedeutung von Kosmetikprodukten bei der männlichen Körperpflege hervorzuheben. Begangen wird er jedes Jahr am 3. Februar. Heutzutage ist die Auswahl an männlichen Pflegeprodukten fast so vielfältig wie die an weiblichen Produkten, vom Schokoladen-Deo bis zur Anti-Aging-Creme.

Doch je größer die Vielfalt, desto größer auch die Gefahren. Dr. Eike Hennig, Amtsarzt der Stadt Magdeburg, weiß, was sich in Sachen männlicher Körperpflege seit der Wende verändert hat. "Nach der Wende gab es bei den männlichen Pflegeprodukten eine Flut an neuen Reinigungsstoffen. Dadurch stieg aber auch die Zahl an Männern, die sich mit Hautirritationen auseinandersetzen mussten."

Denn: Je mehr parfümierte Zusatzstoffe zum Beispiel ein Duschbad oder Rasierwasser enthält, desto wahrscheinlicher ist eine allergische Reaktion darauf. "Die Haut reagiert mit Rötungen oder Juckreiz auf das Produkt", erklärt Eike Henning. Auch Pickel können entstehen.

Auf Produkte verzichten


"Im weitesten Sinne sind diese Veränderungen auf der Haut Ausschläge. Betroffene Männer sollten sofort auf das Produkt verzichten", rät Amtsarzt Eike Hennig. Wenn dann die Hautirritationen immer noch nicht wieder von alleine verschwinden, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.

Ob es allerdings vermehrt Männer gibt, die parfümierte Duschbäder für die tägliche Körperpflege verwenden, könne Eike Hennig nicht sagen.