Oberharz am Brocken l Die Oberharzstadt darf sich in neun ihrer zehn Ortsteile "Staatlich anerkannter Erholungsort" nennen. Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) überreichte die Urkunde dazu am Mittwoch in Elbingerode an Bürgermeister Frank Damsch (SPD). Das Prädikat sei ein bundesweit anerkanntes Qualitätsmerkmal, ein Marketinginstrument und Imagefaktor, betonte Möllring. Damsch verwies dankend auf die Leistungskraft der Oberharzkommune mit ihrer größeren Flächenausdehnung als Magdeburg und Magneten wie Tropfsteinhöhlen, Rotes Höhenvieh, Westernstadt und Besucherbergwerke. Die Kommune habe rund 3700 Gästebetten und zähle etwa 360000 Übernachtungen pro Jahr. Die Zahl der Tagesbesucher je Jahr werde auf eine Million geschätzt.

Die 2010 in der Gebietsreform entstandene Kommune befindet sich nach finanziellen Turbulenzen weiter in Geldnot und auf dem Wege der Haushaltskonsolidierung. Zu ihr gehören die nun mit dem Prädikat ausgestatteten neun Ortsteile Elbingerode, Rübeland, Königshütte, Tanne, Sorge, Benneckenstein, Trautenstein, Stiege und Elend. Der zehnte Ortsteil Hasselfelde behält seinen Luftkurort-Status bis 2021. Die Anerkennung als Erholungsort erfolgte laut Wirtschaftsministerium auf eine einstimmig positive Empfehlung des Landesfachausschusses für Kur- und Erholungsorte nach Prüfung von Klima, Landschaft, Wanderwegenetz, Aufenthaltsdauer der Gäste und mehr. Insgesamt gebe es in Sachsen-Anhalt 30 anerkannte Erholungsorte.